P.: Halt’ dich, Närrin! (Saugt immer fort.)
B.: Nun, was zeigt sich denn?
P. (voll Feuer): Ja, Mütterchen! ich spüre zwar, daß eine Hexerei in Eurem Leibe ist – aber noch weiß ich nit, kömmt’s von Eurer Alten oder gar von Eurem Manne her – und um das zu finden, müßt Ihr Euch schon da niederlegen.
B.: Ja, was woll’es dän thai mit mir?
P.: Das werdet Ihr schon sehen. – Gelt, Ihr seid schwanger?
B.: Ja, Ihr Hochwürden!
P.: Nun schaut! Das Kind ist verhext, und da wird Euch ein schöner Bankert Freud’ machen und einmal auf dem Scheiterhaufen brinnen (brennen), wenn ich Euch nicht helfe – und es geben Euch die Kühe keine Milch, bis da geholfen ist – gebt Euch also willig und legt Euch nieder.
B.: Nu, wann’s Ihr Hochwürden befehlen.« etc.
Der Schluß war nicht nur, daß der Pater sich viehisch an der Frau verging, er gab ihr auch noch den Rat, mit einem Prügel versehen in den Stall zu gehen, wo sie die Hexe treffen werde. So lange bis Blut fließe, solle sie auf sie einschlagen und mit dem Blut die Euter der Kühe bestreichen.
Die Bäuerin handelte nach Befehl, ging in den Stall, traf dort die Großmutter und schlug sie tot. Nur durch die Gerichtsverhandlung kam auch der schändliche Streich des Geistlichen auf.