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Als Poggendorf im XLVIII. Bande seiner Annalen 1839 (S. 193) einen Aufsatz über Daguerres Erfindung der Photographie brachte, rechtfertigte er die Veröffentlichung folgendermaßen: »Bei dem allgemeinen und, man kann wohl sagen, übertriebenen Interesse, welches die Anzeige von Herrn Daguerres Entdeckung im Publikum gefunden hat...« Das Publikum, d. h. die Nichtzünftler, hat allerdings häufig genug mehr Verständnis für das Neue bewiesen, als die Hochgelahrten.

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Das Telephon, die Erfindung des Autodidakten Philipp Reis, wurde zwar in wissenschaftlichen Werken, ja sogar in populären Schriften erwähnt. Das hinderte aber nicht, daß es allmählich in Vergessenheit geriet. Und zwar so gründlich, daß die mit Unterstützung der historischen Kommission der bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegebene »Geschichte der Technologie« von Karl Kramarsch (München 1872) weder den Namen des Erfinders Reis, noch die von ihm geprägte Bezeichnung Telephon aufführt. Erst als Graham Bell, der den Apparat verbesserte, auch die Idee für sich in Anspruch nahm, erinnerte man sich in Deutschland des ursprünglichen Erfinders, dessen Tage gezählt waren.[48]

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Die »Edinburgh Review« forderte das Publikum auf, Thomas Gray in eine Zwangsjacke zu stecken, weil er den Plan von Eisenbahnen entwarf.

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Ein so großer Gelehrter wie Sir Humphry Davy lachte über die Vorstellung, daß London einmal mit Gas beleuchtet werden solle.

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