[16] Nach einer Legende habe schon Noah auf Grund göttlicher Eingebung und Belehrung durch die Engel ein Buch geschrieben, in welchem pflanzliche Heilmittel gegen die Krankheiten und gegen die Verführungskünste der Dämonen aufgezeichnet gewesen wären. Also auch hier, wie bei den meisten Völkern Anspielung auf den göttlichen Ursprung der Heilkunde.

[17] Vergl. oben die Medizin der Aegypter.

[18] Vergl. die Medizin in Mesopotamien.

[19] Die Inokulation wurde in Indien späterhin in der Weise vorgenommen, daß man Einschnitte in die Haut machte und ein Jahr alten Pockenschorf auf die entblößten Stellen brachte.

[20] Vergl. hierzu das Kapitel über primitive Medizin.

[21] Nebstdem kommt in Tibet aber auch der chinesische Einfluß als gleichwertig in Betracht.

[22] Unverkennbar besitzt die babylonische Kosmologie viel Aehnlichkeit mit der chinesischen, nur daß bei dieser einerseits die Pedanterie auf die Spitze getrieben ist, anderseits die astrologische Grundlage stark verdeckt wird. In dieser Hinsicht beschränken wir uns auf den Hinweis, daß in der chinesischen Geomantie und Wahrsagerei aus dem Panzer der Schildkröte Astrologisches noch immer durchschlägt (Himmelsregionen, Planeteneinfluß). Was die Ausbildung der Analogien zwischen Gestirn, Farbe etc. anlangt, so ist es interessant, daß auch bei den Babyloniern jedes Gestirn mit einer bestimmten Farbe in Verbindung gesetzt wurde. Die Ausgrabungen von Tempeltürmen (Birs Nimrud) zeigten, daß ihre einzelnen Stockwerke mit verschiedenfarbigen Backsteinen oder Metallplatten überzogen waren, je nach den Gottheiten-Gestirnen, welchen der Turm geweiht war, Schwarz-Saturn, Orange-Jupiter, Rot-Mars, Gold-Sonne, Weiß-Venus, Dunkelblau-Merkur, Silber-Mond.

[23] Die Oneiroskopie dient auch zu medizinischen Zwecken; auch die Sitte des Tempelschlafs ist den Chinesen bekannt.

[24] Vergl. hierzu namentlich die Medizin in Mesopotamien.

Die Medizin im klassischen Altertum.