Engel.
Ei, liebes Christkind, wenn ich dir soll die rechte Wahrheit sagen,
so muß ich über die kleinen Kinder klagen,
des Morgens wenn sie aufstehn,
kein Gebet aus ihrem Munde geht,
Die Bücher tun sie zerreißen,
die Blätter in die Winkel schmeißen.
Christkind.
Ei lieber Engel, hätt ich das eher vernommen,
in das Haus wär ich nicht gekommen;
da hätt ich mir meine Gaben erspart
und wär wieder gen Himmel gefahrn.
Engel.
Ei liebes Christkind, bis nicht to hart
gegen die kleinen Kinder zart!
sie wollen fromm sein und beten,
daß du kannst mit deine Gaben vor sie treten.
Christkind.
Ach lieber Engel, weil du der Kinder tust gedenken,
so will ich ihnen etwas geben und schenken,
damit sie an das heilge Christkind gedenken.
Das Christkind teilt seine Gaben aus, unterdessen singt der Engel:
Ach liebes Christkind, wenn ich wär wie du,
so hieb ich mit der Rute zu.