Böhmisches Grenzdorf mit 750 Einwohnern, 659 m hoch gelegen.

Es empfiehlt sich nun, zum Haßberg einen Führer mitzunehmen, da der Besitzer, Graf Buquoi das Betreten des Waldes und das Anlegen jeglicher Markierungen verbietet. Man wandert auf der Preßnitzer Straße bis zur Brettmühle. Hier links ab zum Forsthaus. Von hier den breiten Fußweg in nördlicher Richtung bis zur 2. Schneise, die rechts zur Höhe führt. Auf dieser Schneise ca. 10 Minuten, dann rechts auf einen Fußpfad, der sich zum Gipfel des Haßberges emporschlängelt.

990 m hoch. Er besteht aus Leucitbasalt und ist fast ganz bewachsen. Aussicht bietet er am besten noch von der nach Christophhammer gelegenen Seite. Im Osten Sebastiansberg, dahinter das böhmische Mittelgebirge. Südosten: Preßnitz, Kupferhübel, Kupferberg, dahinter das Duppauer Gebirge. Rechts vom Kupferberg: Schmiedeberg, Keil- und Fichtelberg, entfernter rechts der Auersberg. Im Westen: Bärenstein und Scheibenberg, rechts davon der Pöhlberg.

Den Abstieg nimmt man ohne Führer am besten auf dem Herwege bis zur Brettmühle zurück, dann die Preßnitzer Straße weiter, am Mauthäusel (Gasthaus) vorüber nach Preßnitz.

Man kann auch den mühsamen Weg vom Haßberggipfel auf der Südwestseite durch das Steingeröll auf die Forststraße nehmen und den Kammzeichen folgend am Forsthaus vorüber nach Preßnitz wandern.

Preßnitz, Stadt mit 4000 Einwohnern, 721 m hoch gelegen, früher freie Bergstadt. Eine echte Musikantenstadt. Scharen von Musikern und Musikerinnen gehen alljährlich in die Welt hinaus, bis nach der Türkei, Nordafrika und Amerika. Die Hauptinstrumente sind Guitarre, Harfe, Violine und Cello. Ignaz Walter 1776–92 Bürgermeister von Preßnitz ist der Begründer des Preßnitzer Musikantenwesens. Er selbst war Harfenist und führt den volkstümlichen Beinamen »König David«.

Nun an der Stadtkirche vorbei links zur Landstraße. Auf dieser am Friedhof rechts vorbei bis zur Brücke. Hier rechts den Fußweg ab. Dieser kreuzt mehrere Feldwege, geht an drei einzelstehenden Kreuzen vorbei. Immer in der Richtung bleiben. An einzelnen Häusern von Köstlwald vorüber. Über die Höhe. Hinter dem Bahnwärterhaus die Bahn überschreiten, rechts weiter zur Stadt Kupferberg.

Städtchen mit 1200 Einwohnern, 841 m hoch am Südabhang des Erzgebirges gelegen. Einst ergiebiger Kupferbergbau. Der Mariahilfstollen am Kupferhübel kann wegen seiner Malachitbildungen gegen Eintrittsgeld besichtigt werden. ¼ Stunde nördlich der Stadt der Kupferhübel, 908 m hoch, der eine der schönsten Aussichten des Erzgebirgskammes bietet. Der Gipfel trägt ein Gasthaus, sowie die Mariahilf-Kapelle. Die Aussicht ist prächtig. Nordosten: der Haßberg. Norden: Preßnitzer Spitzberg. Nordwesten: Dorf Schmiedeberg. Westen: Im Vordergrunde Oberhals, dahinter der Gottesgaber Spitzberg, rechts davon der Keilberg, weiter rechts der Fichtelberg, das einzelne Haus an seinem Westabhang ist das Neue Haus, links vom Keilberg der Hauenstein. Im Süden und Osten überschauen wir einen großen Teil des Egertales. Jenseits davon die Ruine Engelhaus. Weiter das Mittel-, Lysen- und Duppauer Gebirge. Im Osten: den Milleschauer. Im Südosten: Kaaden a. d. Eger, etwas links davon Saaz. In dieser Richtung soll man bei günstigem Wetter die Weißen Berge bei Prag erblicken. Im Süden: Kupferberg, über dem Kirchturm gerade hinaus Ruine Egerburg. Rechts davon der Lysenkamm. Vor diesem die Ruine Schönburg, etwas rechts davon im Hintergrunde der Oedschloßberg bei Duppau.

Wir wandern von der Südecke des Städtchens weiter, schneiden die Straßenwindungen ab und gelangen zur Sphinx, einem Felsgebilde. Nun auf alpinen Steigen bei herrlicher Aussicht hinab nach Steingrün und Kleinthal, Ortschaften, deren Häuser weit verstreut sind. Dann am Bühlbache weiter hinab nach Pürstein.

Dorf am Fuße des Himmelsberges, 351 m hoch gelegen. Oberhalb davon die spärlichen Überreste der Burg Pürstein. Gelegenheit zum Übernachten haben wir in den Gasthäusern Schloßberg, Stadt Wien, Eisenhammer.