a) BärensteinKretscham-Rothensehma (1½ Std.) – Rotes Vorwerk (1½ Std.) – Fichtelberg (½ Std.) – Neues Haus (½ Std.) – Gottesgab (½ Std.) – Keilberg (1 Std.) – Oberwiesenthal (1 Std.).

Wanderzeit: 6½ Std.

Ausgangspunkt: Bärenstein. Station der Linie Chemnitz–Annaberg–Weipert. Hierher mit der Bahn oder wie unter [23 b] und [c] beschrieben.

Vom Bahnhof bis zur Annaberger Straße. Auf dieser ein paar Schritte, dann links an Häusern vorbei, über Felder zum Waldrand. An diesem nach links auf einen Fahrweg bis zum Wegweiser »Neudorf« rechts, diesem in den Wald folgen auf dem sogenannten Feuerturmweg. Diesen weitergehen. Die Pasche-Straße überschreiten bis auf die breite Torfstraße. Auf dieser wenige Schritte nach links. Dann auf dem weiß-rot-weiß bezeichneten Wege über eine Waldwiese. Er führt auf eine Waldstraße. Diese nach rechts zum Erlenheidenweg. Ein Prachtstück von einer Fichte ist hier zu sehen. Nun den Zeichen nach bis zum Waldrand. An diesem hin, über Feld nach Kretscham-Rothensehma.

Sommerfrische an der Bahn Cranzahl–Oberwiesenthal, 780 m hoch gelegen, hufeisenförmig von 800 m hohen Bergrücken umgeben. Nach drei Seiten Wald.

Nun den weiß-rot-weiß bezeichneten Weg weiter. Auf der Straße weiter bis zu dem Wege, der oberhalb der Haltestelle rechts in den Wald geht. Immer im Walde aufwärts zum »Flügel«, den man ca. 20 Minuten verfolgt und der schließlich in die Eisenstraße mündet, von der aus man prächtige Blicke auf den Wald genießen kann. Die Eisenstraße umgeht den Eisenberg, einen 1028 m hohen Nebengipfel des Fichtelberges. Sie führt beim Roten Vorwerk (schönes Berggasthaus 978 m hoch gelegen), auf die Vierenstraße. Nun den steilen Fichtelbergsteig, 230 m Steigung überwindend, hinauf zum Gipfel des Fichtelberges.

Höchster Berg Sachsens, der Glimmerschieferformation angehörend. Der früher kahle Gipfel wurde 1852–64 vom Oberförster Starke aufgeforstet. Ein Denkstein in der Nähe des Turmes erinnert daran. Großes Unterkunftshaus mit Turm, vom sächsischen Erzgebirgsverein errichtet und unterhalten. Der Chemnitzer wird besonders das hübsche Chemnitzer Zimmer aufsuchen, das vom Zweigverein Chemnitz gestiftet wurde. Die Aussicht vom Turm ist großartig! Zu Füßen Oberwiesenthal und Böhmisch-Wiesenthal, dahinter die Wirbelsteine, vor diesen Gasthaus Hofberg an der Kupferberger Straße. Dahinter am Horizont das Lysengebirge. Über der Oberwiesenthaler Kirche hinaus der Weiße Berg bei Prag, links davon Saaz, die Eger und Kaaden. Über Böhmisch-Wiesenthal der kahle Kupferhübel. Links davon weit entfernt die Hasenburg bei Lobositz und der spitze Wostrey. Im Osten: Links von Böhmisch-Wiesenthal Stolzenhain, dahinter der steile Borschen bei Bilin, links davon der pyramidenförmige Milleschauer mit Turm, links davon Jeschken und Lausche (nur bei sehr günstiger Aussicht zu sehen). Im Nordosten: In der Nähe zu unseren Füßen das Rote Vorwerk, dahinter am Horizont der Kahleberg bei Altenberg, rechts davon etwas näher von links nach rechts: Haßberg, Preßnitzer Spitzberg, Sebastiansberg. Weiter entfernt das Mückentürmchen mit Turm. Im Norden: der breite Pöhlberg, rechts davon Mildenau. In der Nähe Kretscham-Rothensehma. Dahinter die Dreibrüderhöhe (an der Baumgruppe erkenntlich), rechts davon die hohe Esse bei Halsbrücke, rechts in der Nähe Bärenstein, dann im Tale Weipert. Dahinter am Horizont Schloß Frauenstein. Rechts davon die Saydaer Kirche, dann der Schwartenberg, links vom Pöhlberg die Augustusburg, links davon in der Nähe Annaberg, davon links am Horizont der Beutenberg, weiter links der Greifenstein (die Felsen ähneln einer Baumgruppe), davor Walthers Höhe, dahinter am Horizont der Kolmberg, links davon nahe der Scheibenberg, dahinter am Horizont der Rochlitzer Berg. Im Süden: Keilberg mit Turm, rechts davon sehr weit Rachel, Arber und Osser im bayrischen Wald. Rechts davon am Horizonte: Siebenberge bei Hostau, Ohrenberg, Glaß- und Tillenberg. Ganz nahe: Gottesgab. Rechts davon der Pleßberg mit Turm, rechts am Horizont der Bahnhof von Eger. Südwestlich: nahe der Gottesgaber Spitzberg, darüber der Ochsenkopf im Fichtelgebirge. Rechts im Vordergrund der Peindlberg, rechts davon der Schneeberg (Fichtelgebirge). Auf der Höhe des Kammes in nächster Nähe Irrgang und Seifen (zerstreut liegende Häuser). Rechts dahinter am Horizont: Der Waldstein in Bayern. Westen: der Auersberg (Turm), links davon im Tale Johanngeorgenstadt, darüber hinaus der Rammelsberg. Rechts vom Auersberg der Kuhberg b. Schönheide, weiter rechts dann die Morgenleite, rechts davon Turm des Gleesberg und Keilberg b. Schneeberg, weiter der Spiegelwaldturm.

Wir folgen nun der Markierung weiß-rot ×. Der Weg (Prinzenweg) führt auf dem Rücken des Fichtelberges hin. Dieser Weg bringt uns zum Neuen Haus. Gasthaus an der Landstraße nach Gottesgab, 1092 m hoch gelegen.

Nun die Landstraße rechts ab bis nach Gottesgab.

Höchstgelegene Stadt (1028 m) Mitteleuropas mit 2600 Einwohnern. Die Industrie erzeugt Spitzen, Seidenhandschuhe, Kartonagen. Für Botaniker bietet das die Stadt umgebende Hochmoor viel Interessantes. Gottesgab ist der Wohnsitz des erzgebirgischen Volksdichters Anton Günther.