In Gottesgab nicht zu lange Rast halten, trotz des traulichen Aufenthalts bei Oppl, Kranl usw.

Nun die Landstraße in östlicher Richtung zurück. Nach ca. 10 Minuten teilt sich die Straße. Wir wandern rechts zu den Sonnenwirbelhäusern, 1155 m hoch gelegen, höchste Ansiedlung des böhmischen Erzgebirges. Wir bleiben noch ca. 10 Minuten auf der Landstraße, der sogenannten Kaiserstraße: dann rechts, einem Wegweiser folgend, auf der Fahrstraße zum Keilberg.

1245 m. Höchste Erhebung des Erzgebirges. Auf dem Gipfel Berggasthaus mit Turm, Eigentum des Erzgebirgsvereins Joachimsthal.

Die Aussicht ist großartig. In Norden: der Fichtelberg mit Berghaus, rechts davon das Rote Vorwerk, darüber der Greifenstein (Felsgruppe, einer Baumgruppe ähnelnd), rechts davon der Beutenbergturm, rechts davon etwas näher Annaberg, drüber Schloß Augustusburg, rechts davon der Pöhlberg. Nordosten: rechts am Pöhlberg der Bärenstein, darunter Dorf Bärenstein und Weipert, vor diesem tief im Tal: Unterwiesenthal, darüber die Kirche von Jöhstadt, dahinter am Horizonte die Halsbrücker Esse. Rechts von Jöhstadt Zöblitz, davon rechts Sayda (Kirche), dahinter Schloß Frauenstein. Vor diesem Bahnhof Reitzenhain. Rechts im Vordergrunde der Preßnitzer Spitzberg und Haßberg, unter diesem etwas rechts im Osten: Preßnitzer Kirche, davor der Kupferhübel mit Kapelle. Links davon das Mückentürmchen, davon links der Hohe Schneeberg. Rechts vom Kupferhübel am Horizont die Lausche, daneben der Kletschen, darunter der Borschen bei Bilin. Darüber der spitze Milleschauer, vor diesem tiefer der Brüxer Schloßberg. Rechts vom Milleschauer der Jeschken. Im Südosten: Ganz nahe die Wirbelsteine. Darüber hinaus die spitze Ruine Schönburg bei Klösterle, dahinter Saaz und die Saazer Ebene. Etwas rechts der Wirbelsteine am Horizont sehr undeutlich der Weiße Berg bei Prag. Rechts der Ruine Schönburg der spitze Egerberg. Weiter rechts hinten das Lysengebirge, dann der Schwarzenberg. Rechts vom Lysengebirge der Herrgottstuhl, rechts davon der Hengstberg. Im Süden: Der Pleßberg mit Turm (sehr nahe), rechts davon am Horizont der Arber (Bayernwald). Rechts vom Arber: Rachel und weiter rechts der Osser. Im Vordergrund der Schwarzfels, dahinter die Eger, darüber die Stefanienwarte bei Karlsbad. Weiter rechts im Mittelgrunde die Kirche von Pfaffengrün, links darüber der Drei-Kreuzberg und Aberg bei Karlsbad. Südwesten: Im Vordergrund etwas tiefer der Hofer Berg bei Joachimsthal, dahinter am Horizont: der Waldstein in Bayern. Nahe die Häuser von Hengstererben, darüber der Rammelsberg, rechts davon der Plattenberg, rechts davon am Horizont der Auersberg mit Turm. Vor diesem in der Nähe der Gottesgaber Spitzberg. Rechts etwas unterhalb des Auersberges der Kuhberg bei Schönheide, rechts davon die Morgenleite, weiter rechts der Spiegelwaldturm, Elterlein, Zwönitzer Höhen und wiederum im Norden der Fichtelbergturm.

Aus dem Keilberghaus tretend um die Ecke. Die Markierung bis Oberwiesenthal ist weiß-rot ×. Zunächst hinunter zur Straße. Diese überschreiten und den Marken nach bis zum Grenzbach bei der Knopfmühle. Den Grenzbach überschreiten wir auf einem Holzstege und gehen dem Wege nach, der an der Stirnseite der Mühle vorbeiführt. Er bringt uns nach Oberwiesenthal.

Höchste Stadt Deutschlands (914 m) mit 1900 Einwohnern. Besuchte Sommerfrische. Bedeutender Wintersportplatz. Die Industrie erzeugt: Posamenten, Handschuhe, Klöppeleien und Kartonagen. 1527 wurde die Stadt gegründet. Silberbergbau. Auf dem Markte eine kursächsische Postsäule von 1730. Beet mit Alpen- und Erzgebirgspflanzen.

Wer die Absicht hat, in Oberwiesenthal oder auf dem Fichtelberge zu übernachten, bestelle das Nachtlager, der Überfüllung wegen, vorher. Endstation der Gebirgsbahn Cranzahl–Oberwiesenthal.

Mit der Bahn über Cranzahl, Annaberg nach Chemnitz zurück.

b) WeipertSchlössel (1¾ Std.) – LauxmühleHofbergKeilberg (1½ Std.).

Wanderzeit: 3¼ Std.