Industriereiches Dorf mit 2800 Einwohnern.

Nun links die Dorfstraße hinauf bis zum Dorfende, dann rechts ab an der Wiese entlang zur Thumer Straße. Diese überschreiten. Dann, den rot-gelben Marken folgend, auf Fahrweg zur Hormersdorf-Jahnsbacher Straße. Endlich nach Jahnsbach bis zur Straßenteilung.

Jahnsbach, Dorf mit 2400 Einwohnern, hängt mit Thum zusammen.

Bei der Straßenkreuzung rechts die Bahn überschreiten und hinauf zum Wald. Den gelben Kreuzen nach zu den Greifensteinen.

Auch »Der Greifenstein« genannt. 751 m hoch. Sieben geologisch interessante Granitfelsen vulkanischen Ursprungs. Der höchste der Felsen (751 m) kann mittels einer Treppe bestiegen werden. Er bietet hervorragend schöne Aussicht auf das obere Erzgebirge. Orientierungstafeln an den Brüstungen geben die einzelnen Punkte an. Auf dem Gamsfelsen eine Gemse von Chemnitzer Alpinisten aufgerichtet. Sie benutzen den Greifenstein zu Kletterübungen. Auch Edelweiß gedeiht hier. Auf den Felsen kommt die Veilchenflechte vor, die nach Anfeuchten Veilchengeruch ausströmt. Auf einem Felsen ein eisernes Kreuz, von einem Arbeiter der Solbrigschen Kammgarnspinnerei in Harthau zum Gedenken an den im Kriege gefallenen Sohn des Besitzers aufgestellt. Neben den Felsen ein gutes Berggasthaus, der Stadt Ehrenfriedersdorf gehörig.

Rot-gelbe Marken zeigen uns den Weg nach Ehrenfriedersdorf. Wir suchen zunächst die Stülpnerhöhle auf, 8 m tief gelegen, wo der Wildschütz Karl Stülpner gehaust haben soll. Unweit davon liegt die Ritterhöhle, ein angebrochener Stollen. Weiterhin führen uns blaue Marken vom Wege ab zur Harfenfichte, einem merkwürdig gewachsenen Baume. Wir kehren zu unserem Wege zurück und gelangen zur Stadt Ehrenfriedersdorf.

Freundliche alte Bergstadt mit gegen 6000 Einwohnern, 533 m hoch gelegen. Früher hochentwickelter Bergbau auf Zinn, Arsenkies und Silber. Während des Krieges wieder im Betrieb. Die Schächte sind gegenwärtig wieder geschlossen. Die großen Halden des Sauberges zeugen noch jetzt von vergangener Bergherrlichkeit. Die Industrie befaßt sich mit Schuhwaren, Posamenten, Gorl und Strümpfen. Vor dem Rathause das Standbild Friedrichs des Streitbaren, dem die Gründung der Stadt zugeschrieben wird. Sage von der langen Schicht: 1568 wurde die unversehrte Leiche eines Bergmannes aufgefunden, der 1507 verschüttet worden war.

Station der Linie Schönfeld–Meinersdorf–Chemnitz. Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.

b) BurkhardtsdorfBesenschenkeThum (1¾ Std.) – Greifenstein (¾ Std.) – Ehrenfriedersdorf (¾ Std.) – SaubachtalKalter Muff (1½ Std.) – Bahnhof Wolkenstein (½ Std.).