Wer eine schöne Waldtour anschließen will, geht an dem, dem Bethlehemstift benachbarten Gasthaus »Zum heitern Blick« vorüber und betritt auf dem bald links abzweigenden Wege wieder den Wald (später rechts einige von Bergbauversuchen herrührende Schachtlöcher, auf deren dunklem Wasser Teichrosen blühen). Nach etwa halbstündiger Wanderung, bei spärlicher rot-gelber Markierung im Walde, zeigt sich in der Wegrichtung die Glauchauer Bismarcksäule und schließlich am Fuße des Berges das Dorf Kuhschnappel (Sommerfrische, Serpentinsteinbrüche, Naturtheater). Bis hierher vierzig Minuten. In weiteren 25 Minuten hat man den Bahnhof St. Egidien erreicht. Von hier Rückfahrt nach Chemnitz.
e) Mit Benutzung der elektrischen Bahn Hohenstein-Oelsnitz nach Hartenstein.
Wanderzeit: 3–4 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Hohenstein-Ernstthal.
Vom Bahnhof Hohenstein-Ernstthal mit der Straßenbahn nach Oelsnitz. Vom Endpunkt der »Elektrischen« einige hundert Schritte den Weg den Lautberg hinan zur alten Flockenstraße. Er gewährt interessante Rückblicke auf die, von vielen gewaltigen Steinkohlenwerken bedeckte Umgebung der größten Landgemeinde Sachsens. Bald ist die Chaussee erreicht. Schöner Blick in das Muldental und auf die jenseitigen Höhen und Berge. Dann durch Zschoken hinab. Man befindet sich nun auf der Straße nach Wildenfels und der Ruine Wiesenburg an der Mulde. Links zweigt im Dorfe der Weg nach der näheren Stadt Hartenstein ab, deren Veste bald über den Höhenzug herüberlugt. Thronend auf bewaldetem Hügel und mit dem Forst als Hintergrund macht sie, von dieser Seite gesehen, ihrem Namen Hartenstein (d. i. Waldburg) alle Ehre. Wer dagegen auf genannter Chaussee bis zum Zollhause wandert, den führt der Weg an den Katzenhäusern vorbei durch Thierfeld an den Fuß des Hartensteiner Schloßberges. Vor diesem ragt im anmutigen Tale das uralte Thierfelder Kirchlein auf, das seltene, 1896 wieder aufgedeckte Wandmalereien aus der Zeit von 1300–1350 birgt. Über Hartenstein siehe die betr. [Wanderung].
5. Küchwald-Wanderungen.
Der Küchwald liegt im Norden von Chemnitz und befindet sich im städtischen Besitze. Nadel- und Laubholz füllen seinen Bestand aus. Den Namen verdankt er dem Benediktinerkloster auf dem nahen Schloßberg, dessen Küche er mit Holz, wohl auch mit Wildbret versorgte. Gutgepflegte Wege und lauschige Ruheplätze, Anlagen für Sport und Spiel, eine anheimelnde Waldschänke machen ihn zu einem gern besuchten Park.
a) Schloßteich – Schloßplatz – Küchwald – Fischweg.
Ausgangspunkt: Markt.