Wanderzeit: zirka 1½ Std.
Vom Markt durch die innere Klosterstraße, den Theaterplatz überschreitend, durch die äußere Klosterstraße links umbiegend in die Hartmannstraße bis zur Promenadenstraße. Vor dem Verwaltungsgebäude der Sächs. Maschinenfabrik das Standbild Richard Hartmanns. Rechts der Promenadenstraße das Fortbildungsschulgebäude und die Reformschule. Nun rechts durch die Promenadenstraße zum Schloßteich.
Am Fuße des Klosterberges gelegen. Mächtige alte Bäume spiegeln sich in ihm und zahlreiche Wasservögel beleben seine Fläche. Segelboote und Kähne geben ein reizendes Bild. In alter Zeit war der Teich ein Fischweiher für das Kloster. Auf Veranlassung des Abtes Heinrich v. Schleinitz war er durch Stauung des Pleißbaches entstanden. 1860 gelangte der Schloßteich in den Besitz der Stadt. Bürgermeister Müller und Stadtrat Zipper nahmen sich besonders des schilfumgrenzten Gewässers an. Das Becken wurde vertieft und aus dem dabei gewonnenen Erdreich schuf man die Insel, die jetzt ein wahres Schmuckstück geworden ist. Sie trägt ein, den beiden Volksfreunden gewidmetes Denkmal, den Müller-Zipper-Brunnen, von Spieß-Chemnitz entworfen. Dahinter die Seerosenbucht. In der Mitte der Insel das große Rundbeet, von der Stadtgärtnerei aufs herrlichste geschaffen und gepflegt. Gern wird auch das Vogelhaus mit seinen munteren Insassen betrachtet.
Einen malerischen Hintergrund zu den Schloßteichanlagen gibt der Schloßberg mit dem Schloß (der ehemaligen Benediktinerabtei, jetzt der Stadt gehörig und gern besuchtes Gartenrestaurant mit schönem Blick auf den Teich) und der Schloßkirche.
Unser Weg führt uns über die Schloßteichinsel nach dem burgartig gebauten Eishaus der Schloßbrauerei. Dort links steil empor, über die Salzstraße weg. Der Schloßplatz bleibt links, nun in den Wald bis zu einem Rundteil. Von hier den »Saubornweg« links ab. Bei der folgenden Wegteilung links, nach einer Minute erneute Wegteilung, wir gehen geradeaus. Nach wenigen Minuten gelangen wir auf einen Fahrweg, auf dem wir links weitergehen. Er bringt uns auf die Leipziger Straße. Die Ringstraße läuft links neben unserem Weg. Wir gehen von der Leipziger Straße rechts ab auf die Ringstraße und zwar auf den linksseitigen Fußweg derselben. Die Ringstraße führt uns nun im großen Bogen durch die Waldesherrlichkeit, prächtige Blicke auf das anmutige Chemnitztal, die Glösaer Kirche, den Zeisigwald mit dem Beutenbergturm usw. Nach knapp einer halben Stunde biegt die Ringstraße scharf rechts. Wir behalten die vorherige Richtung bei und wandern auf einem Waldwege zur Steegerbuche. Wir nehmen nun die Richtung so, daß wir den Friedhof im Rücken haben und wandern auf dem Steegerbuchenweg hinab zum Fischweg. Auf diesem nach rechts, an der Sächsischen Webstuhlfabrik vorüber, später rechts über den Mühlgraben und Chemnitzfluß, durch die Eckstraße zur Straßenbahn und mit dieser ins Stadtinnere zurück.
b) Schloßteichinsel – Küchwald (Cottaschneise) – Bismarckturm.
Wanderzeit: zirka 1½ Std.
Ausgangspunkt: Markt.
Bis zum Rundteil am Eingang des Küchwaldes wie unter a. Nun geradeaus die Cottaschneise (führt ihren Namen zur Erinnerung an den Oberforstmeister Cotta, der einer bekannten sächsischen Forstfamilie angehörte, das Cottadenkmal, ein fossiler Baumstumpf mit Inschrift erinnert ebenfalls an ihn) bis zu ihrem Ende (Zaun) gehen und dann links auf dem Fußwege zur Leipziger Straße. Hier die Endstation der Straßenbahn. Wir gehen links einige Schritte zurück und gelangen zum Städtischen Schulgarten. (Zur Besichtigung geöffnet Sonntags von früh 6 bis abends 6 Uhr). Neue Obstbaumschule. An dem Zaun rechts auf das neue Chemnitzer Krankenhaus zu. Am Zaunende rechts den breiten Waldweg in den Crimmitschauer Wald. Überschreiten der Industriebahn. Links am Frischborn vorbei. Nach Verlassen des Waldes erblicken wir den Bismarckturm. Links am Walde aufwärts. Beim Rückwärtsblicken genießen wir eine schöne Aussicht auf die Stadt. Nach 30 Minuten (ab Leipziger Straße) haben wir den Bismarckturm erreicht.