Nun beim Teiche rechts hinauf nach der Stadt Hartenstein.
Stadt mit 2800 Einwohnern, 350 m hoch gelegen. Der Markt macht mit seinen altertümlichen Gasthäusern einen hübschen Eindruck. Auf dem 396 m hohen Schloßberge das imposante Schloß Hartenstein, dem Fürsten von Schönburg-Waldenburg gehörend. In Abwesenheit der Besitzer kann das Schloß besichtigt werden. Allerlei Altertümer, darunter eine Feldschlange, die bei den Freudenschüssen nach Beendigung des Krieges 1871, scheinbar trüber Ahnungen voll, zersprang.
Vom Schlosse rechts hinauf, durch ein Waldstück, auf unsere frühere Straße, auf der wir hergekommen sind. Zurück nach Raum und weiter nach Station Oberdorf-Beutha. Bei günstiger Gelegenheit benutzt man von hier aus die Bahn bis Stollberg; im andern Falle wandert man über Oberdorf nach Stollberg zurück.
Von Stollberg nach Chemnitz mit der Bahn.
29. Ins Schwarzwasser-, obere Muldental und zum Auersberg.
Ein jeden Naturfreund hocherfreuendes Gebiet. Aus engen, geradezu klammartigen Tälern steigt man auf waldigen Wegen zu aussichtsreichen Höhen hinauf. Das rasch emporblühende Aue, das altehrwürdige Schneeberg, die echten Gebirgsstädte Johanngeorgenstadt und Eibenstock, das liebliche Schwarzenberg umschließen ein Gebiet, das auf Schritt und Tritt neue Schönheiten erschließt. Die Genüsse einer einsamen Waldwanderung können hier am besten ausgekostet werden.
Den Glanzpunkt dieser Gegend, wie überhaupt einen des ganzen Gebirges, bildet der Auersberg, von allen Naturfreunden geliebt und gern aufgesucht. Der ungünstigen Bahnverhältnisse wegen ist es zu empfehlen, die Fahrt zum Ausgangspunkt am Vorabend der Wanderung zu erledigen.