's Gartenhäusel.
Jeder Mensch is ze beneiden, dar en Garten hoot. Net när ellä wagn de Kohlrabi un Möhrn un daß ener egal frischen grün Salat hoot, nä, 's gibt kene Zeit in Gahr, wu mer sich net in sen Gärtel e Fräd machen könnt. Wu nu noch derzu Kiner sei, do is erscht racht schie. Nu hoot oder net jeder esu viel Pfeng, daß er sich e Häusel un en Garten kafen kaa, un do is e racht gute Eirichting, daß mer sich aa e Stückel Ard, wos mer dernoch zu en Garten eiricht, mieten ka. Frieher gob's esuwos när in de grußen Städt, itze fange se oder aa in de klen Stadtle un Oerter a, sette Gartle azelegn.
In Annabarg wurn se aa eigericht, un en Haufen Leit taten sich nu e Gartel harrichten. 's war of dan Flack noch e racht gruß Stück zu hobn, oder dos ging ewig net wag, epper weils ne Leiten zu viel Arbet un ze viel Gald war. Der Grund un Buden gehöret ne Baumester Fischer, un dar dacht schie dra, dan Garten fir sich salber eizerichten. 's war e Gahr virhar in Annabarg e Gartenbauausstelling gewasen un do hatt er en fein Pafillon baue müssen fir su ener grußen Ferma aus Berlin un – wies e monichsmol is – hinrhar hott er für dan Häusel kene Pfeng kriegt, un nu stand's of sen Zimmerplatz in Wag rim. Ar dacht: »Du werscht dos Häusel in dan Garten neisetzen, e seits feins Gartenhaus hoot kä anrer!«
's war e schie Häusel, fei gruß, an der Vöderseit warsch auf, un an en Giebel dra war sugar e Taubenschlog, un ubn drauf war e Türmel mit ener klen Fahn.
Wos der schiene Zaun un de gute Log net fertig gebracht hatten, dos wor dan Häusel gelunge, geleich an zweten Tog kame zun Baumester Fischer zwä Mannsen un fregeten wagn dan Gartl. Se hob'n erscht ewing hin- un hargehanelt, oder dann kame se zesame. Der Schindler-Oskar un der Salig-Bruno hatten, wie se ehäm ginge, mitenaner dan Garten gemiet.
Geleich en Tog dernoch macheten sich die bäden, wie se an Nochmittig ihrn Gorl ogeliefert hatten zun Eisenfröhner un kafeten sich en eisern Spaten, e Hackel un en Rachen. Dann gings zum Chamnitzer-Richard, un da wur e Paketel Same gekaft, lauter Zeig, wu zwar ofn Packel stand, daß in Juli blühe tät, wenn mersch im April naussäet – oder obs aa werklich aufging, dos war de anere Frog. Dann ließen se sich bein Schnaps-Bräuer erst noch de Schofsackele fülln, un nu konnt de Landwirtschaft lusgiehe. Wie se a der »Sonn« nakame, stand der Lindnerfried vir der Tir un passet auf, wie der Satziger Schmiedel sei neues Pfaar eispanne tat. Der Fried konnt natirlich sei Maul net halten.
»Ihr wollt wuhl ofn Gottesacker ne Ahnert halfen giehe?« esu freget er, wie er bei dan bäden dos Handwerkszeig sog. »Nä, mir wollen in »unern« Garten!« sahten die mit Gesichtern, als wären se der alte Wecke von Wiesner Rittergut.