f) Furth-Glösa (20 Min.) – Auerswalde (60 Min.) – Wittgensdorf (50 Min.) – Heinersdorf (30 Min.) – Borna (25 Min.) – Küchwald (25 Min.).
Wanderzeit: 3½ Stunden.
Ausgangspunkt: Endstation der Straßenbahn Altchemnitz-Scheibe.
Bei Gasthaus Scheibe beginnt Furth. Wir gehen die Straße weiter. Rechts die Aktien-Spinnerei Furth (von J. Irmscher 1812 gegründet). Auf Kilometerstein 0,5 achten! Die Straße führt nun direkt nach Glösa. Wir gehen jedoch beim Kilometerstein 0,5 links ab über die Brücke des Mühlgrabens, weiter über die Chemnitzbrücke und das Bahngleis. Rechts der Güterbahnhof Furth. Nach Überschreiten der Brücke rechts, den Weg am Damm entlang. Nach Aufhören desselben etwas abwärts, über die eiserne Brücke, die Straße und den schmalen Weg zur Kirche hinauf. (Siehe Seite [24]). Nahe der Kirche das Kriegerdenkmal. Hier Wegteilung. Wir wandern am Zaun entlang, Richtung auf das Freigut Glösa. Nach 7 Minuten (ab Kirche) etwas rechts über den Dorfweg und die Brücke. Wegteilung. Links weiter. Das Freigut bleibt links. Rechts eine Sandgrube mit Abbau von Formsand für Gießereien. Unser Weg steigt allmählich an und wird breiter, ein Fußweg läuft nebenher. Auf der Höhe wird Nadelwald sichtbar, das Dach der Kinder-Walderholungsstätte schimmert halbrechts aus dem Walde hervor. Direkt an dem Walde, bei Pfahl 111, Wegteilung, halblinks weiter, bergab. Durch das Waldstück, »Sechs Ruten« genannt, über einen Bach, rechts ein Wasserbehälter. Nun eine Minute auf Fahrweg rechts, dann den Hohlweg links hinauf, der nach oben enger wird. Über die Höhe (Aussicht auf den Rochlitzer Berg mit Turm) Wegbiegung nach rechts, dann links schräg durch den Wald. Nach Verlassen des Waldes rechts im Bogen auf Fahrweg und auf diesem in gerader Richtung nach Auerswalde. Die einst der heiligen Ursula geweihte Kirche liegt ähnlich wie die Glösaer. Wir gehen das Dorf am Bache hinab. Links das im Besitz des Grafen Vitztum von Eckstädt befindliche Rittergut, rechts das Erbgericht. Die Dorfstraße bringt uns auf die Chemnitztalstraße, die wir in Furth verließen. Wir gehen die Landstraße links aufwärts. Im Tale rechts gewahren wir die weltberühmte Hermsdorf'sche Färberei-Fabrikanlage. Kurz vor Kilometerstein 5 gehen wir rechts von der Landstraße ab, über die Brücke. Nach Überschreiten derselben Wegteilung. Links weiter. Links die Haltestelle Unter-Wittgensdorf. Wir sind in Wittgensdorf angelangt. Die Dorfstraße aufwärts bis Haus Nr. 70 (rechts). Nun die Dorfstraße verlassen, halblinks über die Bachbrücke. Hinter dem Hause Nr. 58 links aufwärts (Pappeln). Von der Höhe aus hübsche Aussicht. Der Weg bringt uns bergab zu einem Teiche, geht wieder bergan und führt uns schließlich nach Heinersdorf.
Der frühere Name des Ortes war Heinrichsdorf. Hier soll die Burg Blankenau gestanden haben und zwar hoch am Chemnitzufer, am sogenannten Woal, einem wallähnlichen Orte. Die Burg soll 1307 bei der Belagerung von Chemnitz zerstört worden sein.
Vom Gasthof Heinersdorf wandern wir die Dorfstraße weiter: zuletzt über eine kleine Bachbrücke. Nach Überschreiten derselben den Weg rechts ab, unter der Eisenbahnbrücke weg zur Landstraße. Nun nach Borna, zum Gasthaus »Bornaer Schmiede«. Über die Bahnbrücke wenige Schritte nach rechts auf die Straße, dann den breiten Weg nach links. Er bringt uns an der Rückseite der Mühle vorbei auf einen breiten Feldweg. Diesen weiter bis zum Teich. An dessen Ende rechts hinauf, durch die Eisenbahn hindurch in den Küchwald. Es folgt eine vierfache Wegteilung. Wir gehen den breiten Weg hinauf, überschreiten die Ringstraße, gelangen schließlich an der Küchwaldschenke und dem Spielplatz vorüber zur Schloßkirche und hinab zum Schloßteich. Am Teich und an der Sächsischen Maschinenfabrik entlang zur Hartmannstraße und somit zur Straßenbahn.
6. Zum Kinderwalderholungsheim und zur Kinderwaldschänke bei Ebersdorf.
Der Verein zur Bekämpfung der Lungenschwindsucht in Chemnitz unterhält in der Umgebung der Stadt zwei Heilstätten, die einer Besichtigung wert sind: die König Friedrich-August-Erholungsstätte zwischen Borna und Mittel-Wittgensdorf und das Kinderwalderholungsheim zwischen Ebersdorf und Auerswalde gelegen. Besonders der Besuch des letztgenannten kann mit lohnenden prächtigen Wanderungen verbunden werden. Es liegt in der sogenannten »Kohlung«, einem ziemlich umfangreichen Waldstück. Die Besichtigung kann nach eingeholter Erlaubnis jederzeit erfolgen. Wohlgemerkt finden nur erholungsbedürftige, keine lungenkranken Kinder Aufnahme. Die ganze Anstalt ist höchst zweckmäßig eingerichtet, auch eine Waldschule ist vorhanden. In der Nähe des Kinderheims befindet sich die Kinderwaldschänke, die idyllisch gelegen ist und durch das Künstlerzimmer mit Beiträgen von allen Chemnitzer Künstlern und Schriftstellern besondere Anziehungskraft erhält. Der zur Anstalt gehörige Stiftungsobstgarten hat 700 Obstbäume. Der Besuch ist umso bequemer, als in unmittelbarer Nähe sich die Eisenbahnhaltestelle der Linie Chemnitz–Riesa befindet.