Bei der an der Dampfesse erkenntlichen Brennerei Wegbiegung. Wir bleiben in der Richtung, in der wir kommen und gehen am Nebengebäude den schmalen Weg den Schloßberg hinab zur Fischerschenke.
Ein sehr altes Gasthaus, schon 1498 urkundlich erwähnt.
Vom Garten der Fischerschenke links, geradeaus durch die Mühle, aber nicht links über die Brücke, sondern geradeaus. Am Mühlgraben abwärts. Weg steigt und fällt. Immer dicht an der Zschopau abwärts. Bei der Wegteilung ist es gleichgültig, welchen Weg wir wählen, da sich beide Wege wieder vereinigen. Endlich zum Wehr von Schlenzigs Pappenfabrik. Wer in der am anderen Ufer liegenden Krumbacher Wasserschenke einkehren will, muß klingeln, um sich übersetzen zu lassen.
Wir wandern am rechten Ufer weiter abwärts. Der Weg führt Stufen auf und ab, verengt und erweitert sich. Er trägt den Namen Bruhmsteig, nach dem Oberförster Bruhm in Frankenberg, der sich seiner angenommen hat. Immer am Ufer hin. Rechts ein vermauerter Stolleneingang. Verlassene Silberbergwerke Schönborn. Erze wurden auf unserem Wege nach Dreiwerden befördert. Durch Tunnel und durch hübsche Felspartien nach Dreiwerden. Weidmüllersche Papierfabrik und Holzschleiferei, sowie Gasthaus.
Nach Mittweida sind zwei Wege möglich. 1. Weg am rechten Ufer: Die Talstraße in der alten Richtung weiter zur Floßschänke. Dann rechts auf der Höhe die Zschopenburg, eine künstliche Ruine, zu der von der Talstraße ein Aufstieg emporführt. Wir halten uns oben nun rechts und gehen bis Neudörfchen. Hier wieder hinab zur Talstraße. Beim Gasthof die Brücke überschreiten. Wenige Schritte dahinter rechts den Fußweg ab zum »Eingang in den Stadtpark«. Herrliche Naturanlage. Durch das Tor, ein Stückchen bergan und dann den ersten Promenadenweg rechts. Dieser führt durch die herrlichen Laubholzanlagen zu schönen Ausblicken und endlich zu der mit Mittweida eng verbundenen Vorstadt Rößgen. Am Gasthof auf die Talstraße. Links. Durch die Waldheimer Straße zum Markt.
2. Weg am linken Ufer: Ueber die Zschopaubrücke, dann ein Stückchen aufwärts. Rechts führt nun ein Treppenweg im Walde aufwärts, den wir einschlagen. Er führt uns zur Zschopaubrücke in Neudörfchen und zum Eingang des Stadtparkes. Weiter wie Weg 1 auf den Markt von Mittweida.
Betriebsame Stadt mit 18000 Einwohnern, die schon im 10. Jahrhundert bestanden haben soll. Slaven, Franken und Sachsen haben sich nacheinander hier angesiedelt. In ältester Zeit viel Bergbau. In verschiedenen Kriegen hatte die Stadt schwer zu leiden. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Aufschwung. Das weltberühmte Technikum wurde gegründet. Industrie entwickelte sich, vorherrschend Weberei. Mittweida ist Geburtsort des Theologen H. Gottlieb Tzschirner (1778–1828) und des Bildhauers Joh. Schilling, Schöpfer des Niederwalddenkmals und der Tageszeiten auf dem Königsplatz in Chemnitz (Abgüsse davon auf der Brühlschen Terrasse in Dresden).
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.