Tharandt selbst ist ein anmutiges Städtchen mit ca. 3000 Einwohnern, 208 m hoch an der Einmündung des Granatentales (Schloizbaches) in die Weißeritz gelegen. Es ist bekannt durch seine Forstakademie, die 1811 vom Oberforstrat H. v. Cotta gegründet wurde und 1816 in staatlichen Besitz überging. Das Mineralbad, eine schwach radiumhaltige Stahlquelle wird als Nachkurort nach den böhmischen Bädern gern aufgesucht, hauptsächlich ist Tharandt aber eine gernbesuchte Sommerfrische, die zu reizenden Wanderungen viel Gelegenheit bietet.

a) Bahnhof TharandtRuineForstgartenKönigsplatzBasteiKönigseichenCottas GrabHeinrichseckHeilige HallenBahnhof Tharandt.

Wanderzeit: 2½ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Tharandt.

Links in die Stadt. An der Kunstmühle Treiber und dem Albertsalon vorbei zum Gasthof »Zum Deutschen Haus«. Hinter diesem den Fußweg rechts hinauf, an der Kirche vorbei, zur Ruine.

Liegt 256 m hoch. Reste einer alten Burg oder eines alten Jagdschlosses. Seit dem 12. Jahrhundert im Besitz der Wettiner. Die Gemahlin Herzog Albrechts, Zedena, die Stammutter der letzten regierenden Wettiner, bewohnte die Burg als Witwe bis zu ihrem 1510 erfolgten Tode, nach dem das Schloß dem Verfall preisgegeben wurde. Die Steine verwendete man zum Teil zum Bau der Kirche mit. 1558 wurde die Burg vom Blitz getroffen und vollends vernichtet. Schöne Blicke aus den Fensterhöhlen auf Weißeritztal (Süden), Granatental (Norden), sowie auf die Villa des Freiherrn von Recum.

Zu dieser Villa hinab auf einem Fußweg. Am Tore wenden wir uns links. Bei der folgenden Wegteilung nach rechts. Hinauf in den Forstgarten.

Schöne Koniferen und sonstige Waldgewächse systematisch angeordnet zu Unterrichtszwecken in der Forstakademie. (Bis abends 7 Uhr geöffnet.) Dann an der Büste Dr. Reums vorbei auf den Königsplatz. Tempel, Büste H. v. Cottas und Ruhebank. Hübsche Blicke auf Ruine, Kirche etc. Wir folgen dem Wegweiser »Forstbotanisches Museum«, gehen nicht rechts oder links vom Wege ab. An der Büste Preßlers, eines früheren Lehrers der Forstakademie vorbei, zum Forstbotanischen Museum. Häuschen im Schweizerstile, meist verschlossen. Vor dem Häuschen einige forstliche Kuriositäten aus sächsischen Wäldern. Weiter links aufwärts, oben nach rechts zur Bastei. Blicke von dem hohen Felsen auf den Zeisiggrund und das Granatental. Dann hinauf zu den, von König Johann gepflanzten Königseichen. Von diesen nach links, an einer Baumschule vorüber, zum Zaune des Forstgartens. Nun links abwärts. An einem Tore vorbei und bei einer großen Buche durch die Zauntüre, die der Gärtner gegen ein Trinkgeld öffnet. Ein Wegweiser führt uns zu Cottas Grab, das Basaltsäulen umrahmen. 80 Eichen, am 30. Oktober 1843, den 80. Geburtstage Cottas, gepflanzt, geben dem Orte eine Weihestimmung. An der Schneise links Wegweiser. Wir folgen ihm zum Aussichtspunkt Heinrichseck. Prächtige Ausblicke in das Weißeritztal und auf das Erzgebirge. Nun den ersten Weg nach links, den Wegweisern nach zu den Heiligen Hallen. Buchenbestand, der früher schöner und dichter war. Hinab in das Weißeritztal. Unten angekommen, nach links. Am Graben hin. Nach wenigen Minuten überschreiten wir ihn, auf die Straße. Diese nach links. An Bad, Sidonienquelle, Forstakademie und Albertsalon vorüber zum Bahnhof zurück.

b) TharandtTalmühleHarthaGrillenburgSeerenteichEdle Krone.

Wanderzeit: 3½ Std.