Ausgangspunkt: Bahnhof Hainsberg. Linie Chemnitz–Dresden.
Nach Verlassen des Bahnhofes rechts die Straße aufwärts zum Gasthof. Nun links auf der Brücke die Weißeritz überschreiten. Auf die Rabenauer Straße. Auf dieser ca. 8 Minuten lang wandern. Dann auf einem Fußweg weiter in bisheriger Richtung an der Weißeritz fort. Er mündet bei der Haltestelle Coßmannsdorf wieder auf die Straße. Nun links an der Bahn entlang, über die Rote Weißeritz und an dem linken Ufer weiter. Wir wandern an der Klamm, einer romantischen Schlucht, vorüber. Unter der ersten Eisenbrücke hindurch, an dem Elektrizitätswerk vorbei. Immer auf dem linken Ufer der Roten Weißeritz. Der Weg ist schattig und folgt jeder Krümmung des Flusses. Fort und fort werden wir durch reizende Blicke gefesselt. Wir wandern durch die zweite Eisenbahnbrücke. Oben zeigt sich eine Felsgruppe, die Einsiedler Höhe. Vor der vierten Eisenbahnbrücke kann man eine Kletterpartie rechts hinauf zur Einsiedlerhöhe unternehmen. Endlich zur Rabenauer Mühle. Holzschleiferei und Gasthaus, prächtig gelegen. Nun auf den äußerst anmutigen Friedensweg. Über die Eisenbahn in das Tal der Ölsa. Nicht über die Brücke, sondern den ersten Fußweg nach links aufwärts. Es folgt ein Wegweiser »Rabenau-Bahnhof«. Hier nach links zum Bismarckplatz. Prächtig liegt Rabenau und der Rabenauer Grund vor uns. Hier beginnt der vom Gebirgsverein angelegte Friedensweg, der am Abhange des Rabenauer Grundes hinführt. Nach reichlich ¼ Stunde die »Weiße Bank« mit prächtigem Ausblick. Dann zum »Brautbett« und »Predigtstuhl«. Wieder zurück etwa 1 Minute. Hier führt ein Weg links ab, an drei Häusern vorbei auf die Straße. Diese rechts wandern, weiter links einige Stufen hinauf zur 353 m hohen König Albert-Höhe auf dem Galgenberg. Herrliche Aussicht. Restauration. Nun hinab zu dem nahe gelegenen Rabenau.
Landschaftlich ungemein reizvoll gelegenes Städtchen mit 3200 Einwohnern, auf einem hohen Bergrücken liegend (356 m). Wird schon 1235 als Besitzung des Herrn v. Rabenau erwähnt. Später ging es in Besitz der Burggrafen von Dohna über. Seit 1300 Stadt. 1402 kam Rabenau nach Vertreibung der Dohnas in den Besitz der Meißner Markgrafen. Das Schloß, auf dessen Grund sich die Stuhlfabrik erhebt, wurde im 30jährigen Kriege zerstört. Die Hauptindustrie besteht in Sitzmöbel-Fabrikation mit den davon abhängigen Drechslereien und Polierereien. Außerdem werden auch photographische Apparate hergestellt.
Nun wieder hinab in westlicher Richtung in einer Viertelstunde zur Rabenauer Mühle. Von hier am Mühlgraben hin im herrlichen romantischen Tale auf einem Pfad, der brausenden Weißeritz entgegen zu einer Steinbrücke. Über diese nach links zur Spechtritzmühle.
Bei der Steinbrücke schlagen wir den Weg rechts nach dem Dorfe Spechtritz ein. Dieses durchwandern wir. Nach Verlassen des Dorfes auf einer querkommenden Straße etwas nach links, dann rechts in der alten Richtung weiter über die Höhe nach dem Dorfe Borlas. Die Dorfstraße aufwärts. Am Ende des Dorfes rechts hinan. Auf der Höhe die sogenannte Butterstraße kreuzen und abwärts – immer in der alten Richtung bleiben! – auf die Straße Höckendorf–Edle Krone. Diese ca. 8 Minuten nach rechts. Dann links ab über den Annaplatz und die Johannahöhe mit schönen Ausblicken in das Tal der Wilden Weißeritz, das wir in der Nähe des Gasthauses »Unverhofft Glück« erreichen. Von hier zum Bahnhof Edle Krone.
b) Hainsberg – Rabenauer Grund – Rabenauer Mühle (1¾ Std.) – Rabenau (½ Std.) – Spechtritzmühle (¾ Std.) – Seifersdorf (¾ Std.) – Dippoldiswalder Heide (½ Std.) – Einsiedlerstein (¼ Std.) – Johannaturm (¾ Std.) – Dippoldiswalde (¾ Std.) – Kipsdorf (Bahnfahrt) – Bärenfels – Schellerhau – Rehefeld (3 Std.) – Niklasberger Kreuz – Niklasberg (1½ Std.) – Warteck (½ Std.) – Moldau (2 Std.).
Wanderzeit: 2 Tage.
Ausgangspunkt: Bahnhof Hainsberg.
1. Tag: Bis zur Spechtritzmühle wie unter a.