Vom Bahnhof dem Wegweiser folgend rechts im Tale der Roten Weißeritz aufwärts. Eine wunderschöne Wanderung. Der Weg wird von kleinen Felswänden, dem Flusse und dem Bahndamm besäumt. Wir gelangen zur Station Seifersdorf. Beim Bahnrestaurant die Stufen hinab, über das Geleise, dann über die Brücke, die Straße hinauf. Auf der Höhe angekommen, Wegkreuzung. Wir gehen rechts in den Wald. Von der Waldecke wandern wir ca. 250 Schritte, dann links von der Straße ab. Dem Wegweiser folgen »Nach der Barbara-Kapelle«. Rasenweg, an der Fahrstraße hin. An einer Kiefer ein sichtbares weißes B. Hier gehen wir nach links. Nachdem wir wenige Schritte abwärts gegangen sind, wiederum ein B. Nun rechts zur Barbara-Kapelle.

Die Ruine ist der Rest einer in früheren Jahrhunderten vielbesuchten Wallfahrtskirche. Ein wundertätiges Bild der heiligen Barbara und eine heilkräftige Quelle neben dem Kirchlein lockten viele fromme Hilfsbedürftige hierher. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kapelle auf Befehl des Bischofs v. Maltitz zu Meißen zerstört, weil der Geistliche, der die Gnadenstätte betreute, zur lutherischen Lehre übergetreten war.

Wir stellen uns außen mit dem Rücken gegen das Fenster. Unser Weg führt geradeaus über den Bach, etwas rechts halten. Der Weg ist am Anfang schlecht zu erkennen, wird aber nach und nach deutlicher. Nur wenige Schritte, dann auf die querkommende Schneise nach rechts. Wir gehen den schnurgeraden Schneisenweg durch die »Dippoldiswalder Haide«, wie der Wald ortstümlich genannt wird. An Abteilungsnummern 68/69, sowie 63/64 vorüber. Über eine Straße. Bei Abteilung 63/64 geradeaus. Weg geht bergab. Über einen Bach und hinauf zu dem schon jetzt sichtbaren Einsiedlerstein.

355,2 m hoch gelegene mächtige Sandsteingruppe. Hier soll einst der sagenhafte Gründer Dippoldiswaldes, der Eremit Dippold, gehaust haben. Auf der Spitze die Reste einer Kapelle.

Wir stellen uns so, daß wir die Felsgruppe im Rücken haben und wählen die Fahrstraße nach links, den sogenannten Malterweg. Nach ca. 15 Minuten Wegsäule an einer Straßenkreuzung. Nun etwa 40 Schritte in der alten Richtung weiter, dann den Fußweg links ab. Einen Fahrweg überschreiten. Dann nach etwa 5 Minuten auf einen Fahrweg in der bisherigen Richtung. Diesem folgen. Zum Hochbehälter der Wasserleitung von Dippoldiswalde. Dahinter Wegteilung: links den breiten Weg. Dieser führt erst am Waldrande hinauf, dann wieder in den Wald. In der Richtung bleiben, nicht rechts oder links abgehen. Nach Austritt aus dem Walde den Fahrweg links. Dippoldiswalde wird im Tale sichtbar. Vor uns der Luchberg. Rechts Erholungsheim Dippoldishöhe. An den Steinbrüchen vorbei. Unmittelbar dahinter zum Johannaturm. 425 m ü. M. Der Turm ist 20 m hoch und bietet sehr schöne Aussicht. Vom Turm nach der Landstraße. Auf dieser nach Dippoldiswalde hinab.

Im Felde rechts bemerkt man das Tartarengrab, ein Rasenhügel mit einer Säule. Grabmal eines tartarischen Prinzen, der im 7jährigen Kriege als österreichischer Ulanenoffizier hier fiel.

Dippoldiswalde, eine gewerbefleißige Stadt von 3900 Einwohnern, 356 m hoch gelegen. Sitz der Deutschen Müllerschule. Die Industrie erzeugt Strohhüte, Holzwaren, Pappe, Metall- und Zementwaren. Der Ort hat viel unter Kriegsnöten gelitten, sich jedoch stets wieder erholt. In früheren Jahrhunderten wichtige Grenzfeste mit regem Silberbergbau. Die 1150 im romanischen Stile erbaute Nikolaikirche ist turmlos. Auffallend sind die steinernen Betsäulen an den Eingängen zur Stadt. Der Beachtung wert ist auch das altertümliche Rathaus mit Schmuckgiebel, Wappen derer von Maltitz, sowie an beiden Ecken nach dem Markte die Standbilder der Jungfrau Maria und des heiligen Laurentius. Im Rathause das Altertumsmuseum des Gebirgsvereins.

Übernachtung je nach den Ansprüchen in Hotel Stadt Dresden, Sonne, Goldner Stern, Roter Hirsch, Bahnhofshotel.

2. Tag: Mit dem ersten Morgenzug Bahnfahrt nach Kipsdorf.