Nun in westlicher Richtung hinab zur St. Wolfgangskapelle an der Teplitzer Landstraße. Die Straße überschreiten und geradeaus den Fahrweg fort, der durch einen Wegweiser und den Marken des Kammweges (
blau und gelb-blau) gekennzeichnet ist. Unser Weg führt eben dahin bis vor zwei Hegerhäuser. Hier, dem Wegweiser nach, rechts ab, immer den Marken folgend. Wir verlassen den Wald. Wegteilung: rechts ab. Waldecke abschneiden. Wegteilung: links ab und auf die Dorfstraße von Vorderzinnwald, ein zerstreut liegendes, ärmliches Kammdorf. Die Straße links aufwärts. Wir kommen am Gasthaus »Sächsische Schweiz«, an einer Kapelle und am »Gasthaus grüne Wiese« vorüber. Dahinter Wegteilung. Wir gehen in derselben Richtung weiter immer der Kammwegsmarkierung nach bis Hinterzinnwald.
Ärmliches böhmisches Bergstädtchen mit 1200 Einwohnern; Gasthäuser: Biliner Bierhalle, Sängergruß, Bergmannsgruß.
Dann, nach Überschreitung der Grenze, Sächsisch-Zinnwald.
Kammdorf mit über 300 Einwohnern. Kirche in heimatlicher Bauweise von Lossow & Kühne. Sommerfrische und Wintersportplatz. Bergbau auf Zinn, Wismut und Wolfram. Gasthaus: Sächsischer Reiter. Im benachbarten Georgenfeld der schön gelegene Lugsteinhof.
Am Gasthaus »Sächsischer Reiter« links weiter nach Georgenfeld. Nun auf der Landstraße, den blauweißen Marken nachgehend, nach Altenberg.
Anmutig in einer Talmulde zwischen dem Kahlen- und dem Geisingberge 753 m hoch gelegenes Städtchen mit 1650 Einwohnern. Zinnbergbau wird hier noch betrieben durch Gewerkschaft »Vereinigt Feld im Zwitterstock bei Altenberg«. Die größte Grube ist der 233 m tiefe Römerschacht, in den man gegen Zahlung von 1 Mark einfahren kann. Karte im Faktoreigebäude, auch Mineralien kann man hier käuflich erwerben. Östlich der Stadt die Große Binge, die größte Sachsens. Bei dem anfänglichen Raubbau trug man wenig für die Sicherheit der Bergleute Sorge. Infolgedessen stürzte am 24. Januar 1624 das ganze vor der Stadt liegende große Zinnbergwerk mit furchtbarem Getöse in sich zusammen. Zum Glück befanden sich nur 24 Bergleute in den Gruben, von denen 19 gerettet wurden, 4 blieben tot, einer wurde nicht mehr aufgefunden, was man als Strafe für die Gottlosigkeit des Verschütteten ansah. Der 60 Fuß hohe Hügel ward zu einem kraterähnlichen Abgrund von 83 m Tiefe. Die Wände der Binge bestehen aus Granitporphyr und Zinnzwitter.
Altenberg ist gern besuchte Sommerfrische und Wintersportplatz.
Vom »Alten Amtshaus« aus wandern wir auf schöner Waldstraße, meist abwärts führend, nach Kipsdorf, ein prächtiger Ausklang unserer Wanderung.