Vom Markt bei »Goldener Löwe« die Gasse hinaus. Der Weg teilt sich, wir gehen rechts die Straße an den Häusern hin, am Schießhause vorüber. Die Straße macht eine scharfe Biegung nach links, wir gehen jedoch auf dem schmalen Wege in bisheriger Richtung weiter. Bei hübschen Blicken immer geradeaus. Der Weg senkt sich und führt ein kurzes Stück durch den »Hofbusch«. Wir kommen zur Ratsmühle, einer Mehl-, Öl- und Brettschneidemühle mit Gastwirtschaft. Vor derselben noch geht unser Weg links über den Bach, dann bergan. An der Waldecke biegt der Fahrweg nach links, wir gehen den Fußweg in bisheriger Richtung weiter. Wegteilung: Geradefort, den linken Weg über die Höhe. Wir sehen Obernassau. Auf der Höhe befindet sich ein Gedenkstein: »Andenken an G. F. Thiers, dessen Leben am 1. Juli 1875 hier ein Blitzstrahl endete.« Prächtiger Rundblick auf Augustusburg, Haßberg, Keil- und Fichtelberg, Katharinenberg usw. Wir schneiden einen Fahrweg und wandern den Fußweg weiter. Der Weg senkt sich. Man trifft auf zwei sich nähernde Fahrwege. Wir benutzen den rechten. In Niedernassau angekommen, gehen wir nach rechts, über die Brücke zum Gasthause. Die Straße überschreiten. Dem Wegweiser »Claußnitz« aufwärts folgen. Beinahe auf der Höhe angelangt, schneiden wir einen Fahrweg. Wegteilung: rechts. Marschrichtung der Turm von Sayda. Der Weg geht etwas nach links. Man geht noch 80 bis 85 Schritte auf ihm, dann den Rasenweg rechts abwärts. Unten über die Brücke, unter der Bahn weg nach Claußnitz. Wir kommen an der Brettmühle vorüber, dann zu einer Felsenkuppe. Die Straße führt über die Brücke und auf die Landstraße. Diese nach rechts bis »Gasthaus zum Sächsischen Reiter«. Straße steigt an. Bei Kilometerstein 10,4 ein Rundteil mit einer Steinbank. Blick auf Sayda und Friedebach. Die Straße macht eine große Schleife. Wir kommen nach Friedebach. Durchs Dorf. Bei Kilometerstein 6,4 gehen nach rechts zwei Wege, von denen wir den linken benutzen. Bei den Scheunen kommt man nach Sayda.
Stadt mit 1500 Einwohnern, 677 m hoch gelegen. Ein bemerkenswertes Bauwerk ist die gotische Stadtkirche mit den als Kunstdenkmälern wertvollen E. v. Schönburgischen Epitaphien. Burg und Stadt wurden im 30jährigen Kriege völlig verwüstet. Die Stadt wurde 1842 erneut durch Brand zerstört. Heute ist Sayda, der prachtvollen nahen Wälder wegen, starkbesuchte Sommerfrische.
Mit der Bahn über Mulda und Freiberg nach Chemnitz zurück.
b) Klingenberg – Frauenstein (Bahn) – Ratsmühle (20 Min.) – Claußnitz (1 Std.) – Sayda (1½ Std.) – Olbernhau (1½ Std.).
Wanderzeit: 4 Std. 20 Min.
Ausgangspunkt: Bahnhof Frauenstein. Bis Sayda siehe vorige Wanderung.
Vom Saydaer Markt die Lange Gasse hinauf. Vor dem Kirchhofe gelangen wir auf die Heidersdorfer Straße. Zwischen den Scheunen durch nach rechts. Dahinter Wegteilung: Geradeaus. Nach ca. 20 Minuten erneute Teilung: den rechten Weg (geradeaus) weiter. Restauration »Zur Maschine«. Wald, Teich und Ziegelei. Wir kommen nach Heidersdorf. Links, neben dem zweiten Gute, Wegteilung: rechts weiter. Richtung: Oberneuschönberg. Nach wenigen Minuten Wegteilung: links, dem Wegweiser folgend. Links sehen wir Niederseiffenbach, Seiffen, darüber Heidelberg und Böhmisch-Katharinenberg. Links von Seiffen der kahle Schwartenberg. Der Weg schneidet eine Bodensenkung. Es folgt ein einzelnes Haus. Nun kommt man in das Forstrevier Pfaffenroda und zu einem vierarmigen Wegweiser. Zwischen der rechts nach Schönfeld und geradeaus nach Olbernhau führenden Straße gehen zwei Wege ab, von denen wir den linken benutzen. Er geht etwas nach rechts, sodann wieder links, durch Buchenwald an den Abteilungen 68/69 vorüber nach Abteilung 66. Nach ca. 12 Minuten einen querkommenden Weg überschreiten, gleich dahinter kommt ein zweiter; auf diesem nach rechts. Bald darauf teilt sich der Weg, wir gehen links. Man schneidet hier den Fußweg, indem man geradeaus geht. Durch prächtige Buchen und gemischten Waldbestand kommt man auf einen Querweg, den wir nach links verfolgen. Wir kommen zur Talsohle. Eine Brücke überschreitet den Bärenbach. Nun den Fahrweg links abwärts. Wegteilung: auf dem linken Ufer des Baches geradeaus weiter. Bei Abteilungen 65/64 rechts an einer Brücke vorüber. Rechts folgen Teich und Wiesen. Links wird der Bruchberg sichtbar. Über den Bach und bergauf. Den Hügel überschreitend bietet sich uns ein schönes Bild von Olbernhau und Grünthal mit ihrer waldreichen Umgebung. Wir wandern bis zum Markt von Olbernhau.
Gewerbtätige Stadt mit 10000 Einwohnern, 442 m hoch gelegen. Es werden Spielwaren, Haus- und Küchengeräte, Schulartikel und Zündhölzer hergestellt. Die Stadt liegt schön in dem von bewaldeten Höhen eingeschlossenen Flöhatal, bedeutende Sommerfrische.
Mit der Flöhatalbahn über Pockau–Flöha nach Chemnitz zurück.