Gegenwärtig gehört die Herrschaft der Familie Herfurth in Chemnitz. Das Dorf zählt jetzt gegen 4000 Einwohner, die hauptsächlich in der Textilbranche beschäftigt sind. Bemerkenswert sind die Kalkwerke, die bis 1909 in Betrieb waren. Besonders war das obere als altertümliches Bauwerk geschätzt. Am 28. Juni 1914, dem Tage des Fürstenmordes in Serajewo, diente das Kalkwerk als Schauplatz des Heimatsfestes. Ein Naturtheater ist an diesem Platze geplant.

Von der Brauerei aus gehen wir links die Straße bis zum »Gasthof zum Löwen«, dann die Bahnhofstraße weiter zum Bahnhofsrestaurant. Nun rechts hinauf an der Hecke hin, über das Bahngleis.

Bedauerlicherweise ist der Besuch der Mondscheinlinde, (geradefort auf der Anhöhe), durch ihre Einbeziehung in den Park des Rittergutes, nicht mehr gestattet. Ein prächtiger Blick auf das Gebirge mit dem Lugau-Oelsnitzer Kohlenbecken im Vordergrunde ist dadurch dem Naturfreund verloren gegangen.

Hinter dem Gleis dreifache Wegteilung. Wir benutzen den mittelsten, nach einer Minute teilt sich der Weg abermals, wir wenden uns nach links zu den drei Friedenseichen (1871 zur Erinnerung an den Friedensschluß gepflanzt) und genießen den schönen Ausblick. Nun wieder aufwärts am Waldrand hin und dann den ersten Schneisenweg vor Grenzstein 384. Bis zur Fahrstraße (zirka drei Minuten). Auf dieser links weiter bis Abteilungsnummer 36. Hier links weiter. Schöner Blick auf Rabenstein und Chemnitz mit dem Beutenberg. Wir kreuzen bei den Abteilungsnummern 35/36 und 44/45 sowie 34/35 und 44/45 Schneisen. Der Weg führt stark abwärts zu einem waldigen Grund. Unten rechts Stein 17. Wir gehen den eingeschlagenen Weg weiter (also nicht links abwärts). Steil hinauf zu den Abteilungsnummern 43/44 und 32/33, kreuzen die Schneise bei Wagners Ruh und gehen eine Minute weit nach rechts, wo links ein Wegweiser nach Annas Ruh und dem Josefaturm zeigt. Wir gehen bis zum Waldrand und an diesem hinab zum Bad Grüna.

Naturheilanstalt mit Park für Kur- und Badegäste und Gasthaus. Vom Eingang der Heilanstalt die Landstraße links weiter am Zaun entlang, an der Zaunecke rechts weiter dem Wegweiser »Pelzmühle« folgend. Links das Wasserwerk Grüna. Nach Aufhören des Zaunweges am Feld- und Waldrand hinab bis auf die Fahrstraße. Über die Brücke gehen wir nicht. Den Fahrweg zirka drei Minuten nach links, den ersten Weg nach rechts ab und zur Pelzmühle.

Von hier erreicht man in ¼ Stunde die Straßenbahn in Siegmar.

c) Kammwanderung nach der Pelzmühle.

Wanderzeit: 2 Std. Ausgangspunkt: Endstation Weststraße.

Die Weststraße bis zum Ende gehen, dann rechts die Kochstraße hinab bis zur Waldenburger Straße. Diese links bis zum Kriegerdenkmal in der Nähe der Kirche des Stadtteiles Altendorf. Gegenüber des Denkmals den Fußweg links ab. Weg biegt nach rechts. Vor uns einige Villen, rechts von diesen die stattliche Schönauer Schule. Auf diese zu. (Weg führt rechts an den Villen vorbei). Aussicht auf Schönau, Siegmar, Rabenstein, Rottluff, Chemnitz usw. Weg mündet in die querkommende Rabenstein-Siegmarer Straße. Auf ihr nach rechts, die Eisenbahn überschreiten, dahinter den Fußweg links ab, der erst neben der Bahn hinführt, nach kurzer Zeit aber nach rechts umbiegt und auf die breite Chaussee führt. Auf dieser rechts bis Bahnhof Rabenstein. Von hier nach der Pelzmühle wie unter [2 b].