Das Dorf Scharfenstein zählt gegen 950 Einwohner und liegt 354 m hoch. Als Sommerfrische gern aufgesucht. Große Spinnerei von Lechla, zu den ältesten in Sachsen gehörig. Scharfenstein ist der Geburtsort des bekannten Wildschützen Karl Stülpner, der am 30. September 1762 hier geboren ward. Von allen gefürchtet, aber wegen seiner Gutherzigkeit auch geliebt. Seine Streifzüge unternahm er bis weit hinein ins Böhmerland. Seine Taten wurden mit dem Nimbus der Romantik umkleidet und gaben Stoff zu zahlreichen Erzählungen und Theaterstücken. Er starb am 24. September 1841 in Scharfenstein.
Scharfenstein ist Station der Linie Chemnitz–Annaberg.
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
f) Zschopau – Ziegenrück – Scharfensteiner Kanzel – Scharfenstein.
Wanderzeit: 1½ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Zschopau. Hierher mit der Bahn oder wie unter [21 d].
Eine sehr lohnende Waldwanderung. Wegbezeichnung weiß-rot-weiß. Auf der Scharfensteiner Straße über die Bahn. Beim Walde den Fahrweg halblinks aufwärts. Nach knapp 3 Minuten geht ein Fußweg links ab, den wir nicht benutzen. Von rechts mündet ein Fahr-, von links ein Fußweg in unsern Weg. Nach ungefähr 20 Schritten halbrechts den breiteren Fußweg. Von unserm Wege kann man nach rechts einen Abstecher zu Mosens Ruhe machen, um die schöne Aussicht zu genießen. Links folgen Forstabteilungen 13, 14, 15, rechts 23, 22, 21. Nach Besteigen der Höhe sind wir auf dem vorderen Ziegenrück angekommen, der mit schönem Buchenwald bedeckt ist. Wir wandern auf einem Bergrücken. Rechts das Zschopautal, links das Hohndorfer Tal. Am Ende des Buchenwaldes teilt sich der Weg. Wir gehen in derselben Richtung weiter. Unser Weg führt durch Nadelwald und steigt etwas an. Wir gelangen zu einer Ruhebank, von der aus man einen hübschen Blick ins Wilischtal mit dem Geiersberg im Hintergrunde genießt. Mehrfache Wegteilung: In der alten Richtung am Buchenwalde steil hinab. Wegteilung: Geradeaus. Es folgen die Abteilungsnummern 18/17. Kurz darnach zum höchsten Punkte unserer Wanderung, dem 535 m hohen hinteren Ziegenrück.
Immer in unserer Richtung weiter, ohne links und rechts abzugehen. An einem alten Grenzstein vorüber, zum Waldrande. Hübscher Gebirgsblick auf die Dreibrüderhöhe mit Turm, den Hirtstein. Am Waldrande hin, dann über Feld und dann rechts abwärts wieder in den Wald. Achtung! Nach ca. 300 Schritten rechts einen empfehlenswerten Abstecher auf die Scharfensteiner Kanzel unternehmen. Von dieser Felsklippe ein ganz großartiger Blick auf den Zschopaufluß. Zurück zu unserm Wege und nun hinab zum Kessel, ein Talgrund, in dem zwei Waldbäche zusammenfließen. Rechts die Brücke überschreiten und am Bache abwärts bis zur Schloßbrauerei. Von hier links aufwärts zum Schloß Scharfenstein. Siehe Seite [165].
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.