e) Zschopau – Bodemerkanzel – Via mala – Wilischthal (1¼ Std.) – Scharfenstein (¾ Std.)
Wanderzeit: 2 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Zschopau. Hierher von Chemnitz direkt mit der Bahn, oder nach Wandervorschlag [21 d].
Aus dem Bahnhof tretend nach rechts bis zur Zschopaubrücke. Jenseits derselben links die Stufen hinab. Unser Weg ist blau-weiß markiert. Die Thumer Straße aufwärts, am Restaurant Grüne Aue vorbei. Zu Scheunen. An der letzten Wegteilung: links abwärts zum Bache und hier, vor dem Steinbruch, links hinauf. Wir gelangen an den Wald. Halblinks den Fußweg weiter, der uns nach wenigen Minuten zur Bodemerkanzel führt.
Felsvorsprung mit Ruhebank und Inschrifttafel, die den wonnevollen Eindrücken des Ortes Ausdruck verleiht. Wir stehen an einem der schönsten Punkte des ganzen Tales, das sich in voller Schönheit dem Auge darbietet. Unter uns das Wehr der Bodemerschen Spinnerei, gegenüber das Tischautal, rechts der Ziegenrück, Schloß Scharfenstein, sowie die Kuppe des Pöhlberges. Links der Zschopenberg mit der Bismarckhöhe.
Von der Kanzel unsern Weg bis zum Waldende zurück und links an demselben hin bis zum Fußweg. Auf diesem links im Walde abwärts. Immer gerade hinunter. Herrliche Wanderung bis zu den Felswänden der Via mala. Weiter auf den Talweg hinab und auf diesem am Flusse aufwärts nach Wilischthal.
Ortsteil von Zschopau, 340 m hoch gelegen, mit großer Papierfabrik. Kopfstation der Linie Ehrenfriedersdorf–Thum. Rechts, steil über dem Tal, der Affenstein, an der Flaggenstange kenntlich.
Von der Station hinauf auf die Talstraße und auf dieser nach rechts. Wegteilung: links ab, dem Wegweiser »Weg zur Schloßbrauerei« folgen. Dieser Weg, die sogenannte Alte Scharfensteiner Straße, geht mit der neuen Talstraße ein Stück parallel. Nach einer knappen halben Stunde scharfe Biegung nach links. Einzelne Häuser von Scharfenstein. Den Bach überschreiten, dann rechts weiter. Hinan zum Schloß Scharfenstein.
Auf stolzer Bergeshöhe gelegen, ein malerisches Bild. Durch ein Portal, aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, mit den Wappen derer von Einsiedel und von Ponikau verziert. Schloßhof mit dem 17 m hohen und 8,5 m dicken Bergfried. Weitere Besichtigung ist nicht gestattet. Die Burg gehörte im 12. und 13. Jahrhundert den Herren von Waldenburg und Wolkenstein und war eine berüchtigte Raubritterburg. 1312 wurde sie deshalb zerstört und gelangte im 15. Jahrhundert, neu aufgebaut, in den Besitz der Familie von Einsiedel.