Und einer der Ritter sagte: Warum essen wir nicht näher beim Rhein? Dort ist wenigstens Wasser genug.

Wasser ist auch hier, sprach Hagen, eine Quelle voll guten Wassers; lasset uns zur Quelle gehen.

Oder besser noch, rief Siegfried, wir wollen dahin um die Wette laufen.

Siegfried lief in seiner vollen Rüstung; Gunther und Hagen aber hatten die ihrige abgelegt, und als sie an den Brunnen kamen, stand Siegfried da und wartete und ließ Gunther zuerst trinken.

Während dessen aber legte er selbst seine Rüstung ab; dann stieg auch er hinab, um zu trinken.

Da entfernte Hagen schnell Siegfried's Waffen, und als Siegfried sich bückte, spähte jener nach dem Kreuze auf der Schulter, nahm den Speer und warf ihn mit aller Kraft bis tief in die Brust.

Siegfried schrie laut auf, und der starke Hagen floh vor dem verwundeten Siegfried.

Dieser sprang auf; der Speer ragte weit hervor aus der Schulter; er suchte seine Waffen, aber fand nur den Schild. Den warf der todwunde Mann auf Hagen, daß er zu Boden fiel; aber Siegfried war bleich geworden und sank auf den grünen Rasen.

Die Burgunder standen um den sterbenden Helden und weinten.

Warum weint ihr? sprach Hagen. Freuet euch, jetzt sind wir aller Sorgen frei; ich habe ihn mit gutemBedachteerschlagen![IV-3]