Louis: O ja, mein Fräulein, das ist alles wahr, denn der Baron von Münchhausen hat es selbst erzählt.

Gretchen: Aber, Herr Louis, ich muß Sie wieder fragen: Warum kommen denn Ihre Herren Brüder nicht mehr?

Louis: Bruder Otto ist noch zu müde von der Jagd und ruht sich aus, und Bruder Albert geht oft wie träumend umher, es muß wohl etwas Ernstes sein, über das er sinnt; aber ich mag ihn nicht mehr fragen. Einmal habe ich es getan, und da sah er mich so wunderlich an, — ich wußte nicht, was ich von ihm denken sollte.

Martha Parks: Ich weiß, was er tut; Louis, soll ich es sagen? Aber Ihr dürft es niemandem wieder erzählen — hört Ihr, niemandem.

Bella: O nein, wir wollen es niemandem sagen. Was ist es, Martha? Sprich nur.

Martha Parks: Er macht Gedichte.

Bella: Gedichte?

Martha Parks: Ja, ganz gewiß. Ich kam einmal zu ihm und da sah ich es. Schnell legte er alles zur Seite, und so habe ich nur die Überschrift gelesen, sie lautete: »An Martha«. Ha, sagte ich, Du willst mich überraschen, lieber Albert, nicht wahr? und da lachte er laut und lange und küßte und koste mich und wollte gar nicht enden.

Gretchen: Wirklich?

Bella: So?