»Wer kann des SängersZauberlösen,
Wer seinen Tönen widerstehen?
Wie mit dem Stab des Götter-Boten
Beherrscht er das bewegte Herz. —
— Da beugt sich jede Erden-Größe
Dem Fremdling aus der andern Welt —
— Sorafft von jeder eitlen Bürde,
Wenn des Gesanges Ruf erschallt,
Der Mensch sich auf zur Geister-Würde
Und tritt in heilige Gewalt.«
Meine Herrschaften, ich habe nichts mehr zu sagen; bitte, seien Sie nicht zu streng mit mir.
Frau Meister: O, meine liebe, liebe Tochter!
Herr von Halsen: Vorzüglich! — Eine Philosophin!
Dr. Albert: Fräulein Gretchen, Madame, Herr Meister, haben Sie meines Freundes Urteil gehört? Wer ihn kennt, weiß wie viel diese wenigen Worte bei ihm zu bedeuten haben.
Martha Meister: O, wie glücklich hast Du mich gemacht, Gretchen!
Bella: Und wie stolz ich auf Dich bin!
Herr Meister: Bravo, mein Kind, sehr brav. Komm, nun sing uns auch ein Lied vor. Du bist doch nicht zu müde?
Gretchen: O nein, mein lieber Papa. Martha, Du begleitest mich doch, nicht wahr?
Martha Meister: Gewiß, gewiß; was wählest Du?