Im Englischen ist man oft geneigt, im Satze, das Pronomen besonders zubetonen; im Deutschen zieht man das Verbum vor, z.B. " I understand you"; aber »Ich verste'he Sie.«
Ein Wort, welches zusammengesetzt ist aus einer Präposition und einem Verbum, hat den Accent auf der Präposition: vor 'sprechen, ab 'schreiben, auf 'stehen, unter 'gehen, aus 'arbeiten, bei 'stehen, mit 'sprechen, nach 'sehen &c. &c.
Wörter, zusammengesetzt aus zwei Substantiven, haben den Accent auf dem ersten Worte, z.B. Haus '-Thüre, Sprach '-Lehre, Winter '-Hut, Herzens '-Freude.
Viele von den Konsonanten werden im Deutschen ausgesprochen, wie im Englischen.
Das »g« ist wie das "g" in "go", und das »g« sollte stets so ausgesprochen werden, ob am Anfang oder am Ende. Nur in seltenen Fällen und nur da, wo der Wohlklang (die Euphonie) es verlangt, sollte es ein wenig sanfter gesprochen werden, doch niemals am Anfang. — Man hüte sich vor den Extremen!
In einem Teile Deutschlands spricht man das »r« mit dem Gaumen, wie die Franzosen es tun; in einem andern bringt man das »r« mit der Zunge hervor, wie man es tut in der englischen Sprache, — und so ist es am besten.
Das deutsche »s« sei sanft wie das englische "s" — denn so ist es am schönsten; ein »ss«, (doppeltes »s«) sei stark.
»St« wird von vielen Deutschen wie s und t gesprochen, ganz wie das englische "st" in "stone", "star", "strong", "string".
Von vielen aber wird es gesprochen wie »scht«; also nicht »S—t—ein« sondern »Schtein«; nicht »S—t—ern« sondern »Schtern«; nicht »s—t—ark« sondern »schtark«.
In den besten Theatern Deutschlands gilt die letzte Aussprachs-Weise; die größten und besten Gesangs-Lehrer Deutschlands lassen nur »Schtern«, »Schtock«, »schtark«, niemals »S—t« aussprechen beim Singen.