Nicht zu schnell. Nachbildung von »Gaudeamus igitur.« (Vor 1717.)
1. Ein frei - es Le - ben füh - ren wir, ein
Le - ben vol - ler Won - ne! Der
Wald ist un - ser Nacht - Quar - tier, bei
Sturm und Wind han - tie - ren wir; der
Mond ist uns - re Son - ne, der
Mond ist uns - re Son - ne.
[L-2]

Krambambuli.

(Zur 3. Sektion.) Ged. von Crescentius Koromandel, d.i. Hof-Rat Wittekind in Danzig. (1745.) Fröhlich. Volksweise des 18. Jahrh.

1. Kram - bam - bu - li, das ist der Ti - tel des
Tranks, der sich bei uns be - währt;
er ist ein ganz pro - ba - tes Mit - tel, wenn
uns was Bö - ses wi - der - fährt.
Des A - bends spät, des Mor - gens früh trink'
ich mein Glas Kram - bam - bu - li. Kram -
bim - bam - bam - bu - li, Kram - bam - bu - li!
2. Bin ich im Wirts - Haus ab - ge - stie - gen, gleich
ei - nem gro - ßen Ka - va - lier,
dann lass' ich Brot und Bra - ten lie - gen und
grei - fe nach dem Propf - en - Zieh'r,
dann bläst der Schwa - ger Tan - tran - ti zu
ei - nem Glas Kram - bam - bu - li. Kram -
bim - bam - bam - bu - li, Kram - bam - bu - li!
[L-3]

Blau blüht ein Blümelein.

Volks-Lied vom Thüringer Walde. (Zur 5. Sektion.)

Moderato.
1. Ach, wie ist's mög - lich dann, daß ich dich
las - sen kann! hab' dich von Her - zen lieb,
das glau - be mir! Du hast das
Her - ze mein so ganz ge - nom - men ein,
daß ich kein' an - dre lieb', als dich al - lein.
2. Blau ist ein Blü - me - lein, das heißt Ver-
giß - nicht - mein: dies Blüm - lein leg' an's Herz
und denk' an mich! Stirbt Blum' und
Hoff - nung gleich, wir sind an Lie - be reich;
denn die stirbt nie bei mir, das glau - be mir!
3. Wär' ich ein Vö - ge - lein, wollt' ich bald
bei dir sein, scheut' Falk und Ha - bicht nicht,
flög' schnell zu dir. Schöß' mich ein
Jä - ger tot, fiel' ich in dei - nen Schoß;
säh'st du mich trau - rig an, gern stürb' ich dann!
[L-4]

Gebet während der Schlacht.

(Zur 5. Sektion.) Theodor Körner. (1813.)

Langsam und mit Würde. Friedrich Heinrich Himmel. (1813.)