1. Va - ter, ich ru - fe dich! Brül - lend um-
wölkt mich der Dampf der Ge - schü- tze,
sprü - hend um - zu - cken mich ras - seln - de
Bli - tze. Len - ker der Schlach - ten, ich
ru - fe dich! Va - ter du, füh - re
mich!
2. Va - ter du, füh - re mich! führ' mich zum
Sie - ge, führ' mich zum To - de:
Herr, ich er - ken - ne dei - ne Ge-
bo - te; Herr, wie du willst, so
füh - re mich! Gott, ich er - ken - ne
dich!
3. Gott, ich er - ken - ne dich! So im
herbst - li - chen Rau - schen der Blät - ter
als im Schlach - ten - Don - ner-
Wet - ter, Ur - quell der Gna - de, er-
kenn' ich dich! Va - ter du, seg - ne
mich!
[L-5]
Wenn die Schwalben heimwärts ziehn.
Abschied. (Zur 7. Sektion.) Carl Herloßsohn. (1842.)
Franz Abt. (1842.)
Andantino.
1. Wenn die
Schwal - ben heim - wärts ziehn, wenn die
Ro - sen nicht mehr blühn, wenn der
Nach - ti - gall Ge - sang mit der
Nach - ti - gall ver - klang, fragt das Herz in ban -
Schmerz, fragt das Herz in ban - gem Schmerz:
ob ich dich auch wie - der
seh'? Schei - den, ach Schei - den,
Schei - den tut weh! Schei - den, ach
Schei - den, Schei - den tut weh!
2. Wenn die
Schwä - ne süd - lich ziehn, dort - hin
wo Ci - tro - nen blühn, wenn das
A - bend - Rot ver - sinkt, durch die
grü - nen Wäl - der blinkt, fragt das Herz in ban - gem
Schmerz, fragt das Herz in ban - gem Schmerz:
ob ich dich auch wie - der
seh'? Schei - den, ach Schei - den,
Schei - den tut weh! Schei - den, ach
Schei - den, Schei - den tut weh!
[L-6]
Jäger-Leben.
(Zur 8. Sektion.) Wilhelm Bornemann. (1816).
Lebhaft. Volks-Weise (1827.) Von Gehricke (?)
mf
1. Im Wald und auf der Hei - de, da
such' ich mei - ne Freu - de, ich bin ein
Jä - gers - Mann, ich bin ein Jä - gers-
Mann! Die For - sten treu zu pfle - gen, das
Wild - bret zu er - le - gen, mein'
Lust hab' ich da - ran, mein' Lust hab'
ich da - ran. |: Hal - li, hal - loh, hal-
li, hal - loh! mein' Lust hab' ich da - ran. :|
2. Im Wal - de hin - ge - streck - et, den
Tisch mit Moos mir deck - et, die freund - li-
che Na - tur; die freund - li - che Na-
tur; den treu - en Hund zur Sei - te, ich
mir das Mahl be - rei - te auf
Got - tes frei - er Flur, auf Got - tes
frei - er Flur. |: Hal - li, hal - loh, hal-
li, hal - loh! auf Got - tes frei - er Flur. :|
3. Und streich' ich durch die Wäl- der und
zieh' ich durch die Fel - der ein - sam den
gan - zen Tag; ein - sam den gan - zen
Tag; doch schwin - den mir die Stun - den gleich
flüch - ti - gen Se - kun - den, tracht'
ich dem Wil - de nach, tracht' ich dem
Wil - de nach. |: Hal - li, hal - loh, hal-
li, hal - loh! tracht' ich dem Wil - de nach. :|
4. Wenn sich die Son - ne nei - get, der
feuch - te Ne - bel stei - get, mein Tag - Werk
ist ge - than, mein Tag - Werk ist ge-
than, dann zieh' ich von der Hei - de zur
häus - lich - stil - len Freu - de, ein
fro - her Jä - gers - Mann, ein fro - her
Jä - gers - Mann! |: Hal - li, hal - loh, hal-
li, hal - loh! ein fro - her Jä - gers - Mann!
[L-7]
Lorelei.
(Zur 8. Sektion.)