Heinrich Heine. (1822.)

Friedrich Silcher. (1837.)

Andante.
1. Ich weiß nicht, was soll es be - deu - ten, daß
ich so trau - rig bin; ein
Mär - chen aus al - ten Zei - ten das
kommt mir nicht aus dem Sinn. Die
Luft ist kühl und es dun - kelt, und
ru - hig fließt der Rhein; der
Gi - pfel des Ber - ges fun - kelt im
A - bend - Son - nen - schein.
2. Die schön - ste Jung - frau sit - zet dort
o - ben wun - der-[G-11] bar, ihr
gold - nes Ge - schmei - de blit - zet, sie
kämmt ihr gol - de - nes Haar. Sie
kämmt es mit gol - de - nem Kam - me, und
singt ein Lied da - bei; das
hat ei - ne wun - der - sa - me, ge-
wal - ti - ge Me - lo - dei.
3. Den Schif - fer im klei - nen Schif - fe er-
greift es mit wil - dem Weh; er
schaut nicht die Fel - sen - Rif - fe, er
schaut nur hin - auf in die Höh'. Ich
glau - be, die Wel - len ver - schlin - gen am
En - de Schif - fer und Kahn; und
das hat mit ih - rem Sin - gen die
Lo - re - lei ge - than.

[L-8]

Es ist bestimmt in Gottes Rat.

(Zur 8. Sektion.) Ernst von Feuchtersleben. (Vor 1826.) Felix Mendelssohn-Bartholdy. (1839.)

Poco sotenuto.
1. Es ist bestimmt in Got - tes Rat, daß
man vom Lieb - sten, was man hat, muß
schei - den. Wie-
wohl doch nichts im Lauf der Welt dem
Her - zen ach, so sau - er fällt, als
Schei - den, ja
Schei - den! :| 4. Nun mußt du mich auch
recht ver - stehn, ja
recht ver - stehn: wenn Men - schen aus - ein-
an - der gehn, so sa - gen sie: auf
Wie - der - sehn, auf Wie - der - sehn,
auf Wie - der - sehn!