Bella: Martha, warum bist Du nicht mit uns gegangen? O, wie viel Schönes haben wir gesehen; und nun, Herr Doktor, wollen Sie mir eine Bitte erfüllen?
Dr. Albert: Mit Vergnügen, mein Fräulein; aber erst müssen Sie mir sagen, was ich tun soll.
Bella: Nein, mein Herr Doktor. Erst müssen Sie mir versprechen, es zu tun; — es ist gar nicht schwer für Sie.
Dr. Albert: Nun wohl; ich verspreche Ihnen, zu tun, was Sie wünschen.
Bella: Ihre Schwester Martha hat mir draußen gesagt, daß Sie ihr so vieles erzählt haben über Thüringen. Bitte, lieber Herr Doktor, erzählen Sie uns auch etwas. — Ich habe heute noch gar nichts Schönes gehört. Ich weiß nicht, was ich denken soll von Otto und von Louis. Wo ist denn Louis jetzt? Sie sind heute nicht so offen, wie sonst. Einer sieht den andern an und dann lächeln sie; und so oft ich sie frage: Aber was ist denn? — so sagen sie beide: O nichts, gar nichts. — Ich bin ganz böse mit Ihnen, Otto.
Otto: O, das tut mir aber leid.
Dr. Albert: Also von Thüringen soll ich Ihnen erzählen. Setzen wir uns.
Herr Meister: Ich meine, derSängerkrieg auf der Wartburg hätte großes Interesse für uns alle, Herr Doktor.
Dr. Albert: Sehr wohl.
Bella: Entschuldigen Sie, Herr Doktor. Ist das dieselbe Wartburg, über welche Sie einmal an Louis geschrieben haben? —