Bella: Nein, Martha, das ist gar nicht recht von Dir. Guten Morgen! Guten Morgen!

Gretchen: Das ist schön, daß Du so früh kommst.

Bella: Ich wünsche, Frau Meister, Sie wären gestern bei uns gewesen! Louis' Ritter-Mahl war wirklich sehr komisch; und die Fahrt gestern Abend, — war das nicht herrlich, Gretchen?

Frau Meister: Soeben war der Diener der Herren Parks hier, um nach Eurem Befinden zu fragen. Auch brachte er einen Korb mit Früchten.

Gretchen: Wie aufmerksam!

Bella: Als ich im Hause nach Euch fragte, sah ich den Korb. Solche Äpfel habe ich noch nie gesehen, so rot, so glänzend, so rund;Weintrauben, Orangen, Pfirsiche, — denkt nur, in dieserJahreszeit Pfirsiche, — und ich glaube, auch Ananas.

Frau Meister: Ich ließ den Herren meinen herzlichsten Dank sagen für ihre Güte und Aufmerksamkeit und auch, daß ich mich noch mehr zu den Früchten freuen würde, wenn die Geber heute Abend zu uns kommen wollten, um sie mit uns zu speisen.

Bella: »Denn es ist der Anblick der Geber so schön, wie die Gaben.«

Martha: Ich finde, daß Ihr beide, Bella und Gretchen, heute Morgen sehr poetisch seid.

Bella: Nicht wahr? Ich habe soeben »Hermann und Dorothea« gelesen, — das ist ein herrliches Gedicht.