Der großer Faklzug ging ganz gut ab. Es wahr eine hibsche Geschichte — filleich 2 Meiln lang oder noch mehr, weil sie rund um di Häuser gingen, so das es gar kein Ende hadte. Es wahrn ein par hundert Leite in den Zug un di Fakln machtn sich wunderbahr. Die Musikk wahr ausgezeichnt, nur die große Trommel wahr ferschtimmt — irgnd ein nichsnutzger Junge hadte ein Loch heneingeschnidtn un ein pahr Katzn heneingeschtekt — den Katzn geschah nichs, aber die Trommel wahr hin. Ich wer es nich widermachn.

Gleich hinter die Freiwillgen kam eine Schwadrohn fon kleine Burschn zu Ferd mit Scherpn un Fakln — ein prachfoller Anblikk. Es wer ganz gut gegangen, nur ich kam zun Unglick mit meiner Fakl so na zu der neue Fahne, die di Freiwillgen gantz schtolz trugn, das sie zu brennen anfing. Ich wahr sehr neigierig, ob Seide auch brennt. Ich wahr ganz erschtaunt, das sie wirklich brannte. In filleich 2 Sekkundn wahr sie in einer firchterliche Flamme un noch 2 mehr, wo wahr da di Faane? Ich weinte beina, weil Elsbett un die ibrign sich damit geplagt habn.

Es wahr ein Dempfer auf der ganze Feier. Ich mußte zu meine Fersn Zufluch nemen — das heißt zu di fon meinen Poni — weil sie drohtn, wenn si mich erwischn, wirdn sie mich in einem Tehrfaß schtekn, das sie zun Freidnfeier anzindn wolltn. Ich sag dir, mein Tagbuch, den Abns liß ich mich nich wider blikn. Ich sagte zu Henschen: »Was ligt dran, gebn wir selbs eine Forschtellung!«

»Gut,« sagte er.

Ich sagte: »Du schtitzt mich un ich krich durchs rikwertige Fenster in der Schtadthalle — es is offn — dort lign eine Menge Feierwerke fir das große Fest nechste Woche. Ich will ein par —«

Er schtizte mich un ich kledterte ganz leicht henein un reichte ihm 3 Dutzn große Rakettn heraus, filleich hundert remische Lichter, eine Menge Katrinenreder un Schlangen — alles was ich dachte, das wir abfeiern kennen. Dann borgtn wir den Schibkarrn fom Schließer aus, un fihrtn alles zum Deppoh — ein großer Junge half uns un wir unterhiltn uns ser gut. Di ganze Schtadt lif fon den Freidnfeier weg, um zu schaun, was bein Depoh los is un nur ein pahr Sachn, fon die wir nich wußtn, wi wir si loslassn solln ferletztn ein par Leite. Ich wurde in der Lufft geblasn, aber ich fiel auf dem Dach fon einen Frachwagohn un schlug mich ein bischen an, meine Nase blutete un rickwerts am Kopff hab ich eine Beile un ein bischen Pulwer in Gesich, woriber Lischen noch mehr lacht, aber ich bin geredtet un Henschen un ich wolln uns morgn oder ibermorgn noch einen andern Schpaß machn.

Mein Fater is in dem nechstn Ort gegangen, um ein par große Redner in der freie Lufft zu hern. Er sagt, die Leite wolln zum gutn Schluß dann ein Folksfest abhaltn un einen ganzn Oksn bratn. Eine Menge Obswein un anre gute Sachn solln dazu draußn im Freien gegessn un getrunkn wern, damit es mehr Schpaß macht. Ich wer gern mitgegangen, aber er sagte, einem Jungen, der so ausschaut, nimmt er nich mit — wahr ibrigns ich letztn Abns sehr schlecht — un er wollte mich zur Schtrafe zuhaus lassn. Ich wahr sehr einsam un fiff deßwegn auf Henschen, er soll iber dem Zaun kledtern wenn seine Mutter nich schaut un ich sagte: »Hansi, wenn wir einen Oksn hedtn, kenntn wir uns selbs ein Folksfeß abhaltn — wer das nich ein Schpaß?«