»Schorschi,« sagte sie grad durchs Schlißlloch, »armer Junge, fihl dich nich so schlecht, es geht ihm besser.« — »Hurrah!« schrie ich.

»Es ging nich bis ins Gehirn. Das Sofa brach die Gewalt der Kugl. Sie wurde fon Schtirnbein aufgehaltn un Dokter Moor nahm sie henaus. Jetz sitzt er im Bed un ißt Tee un Butterbrod. Er wird in ein oder zwei Tagn nachaus gehn kennen.«

»Ich winsche, ich kennte Tee un Butterbrod essn.«

»Lily du bist ein gutes Medchen. Heirate dem Herrn Slokum nich, denn er helt in Feier nich schtand. Wenn das foriber is, will ich dir helfen Montagu zu heiratn un alles tun, was du ferlangst. Bitte, Lil, wills du zu Papa gehn un ihm bittn, mir ein Licht zu erlaubn? Sag ihm es is grausam kleine Jungen richn zu lassn, wi man Waffln beckt, wenn sie selber keine kriegn solln. Sag der Kechin, sie soll di Kichnthir zumachn, damit ich nich weiß das Eier un Schinkn zum Frihschtik kommen. Wird mein Eichhernchen reglmeßig gefittert? Ich glaube Hektor denkt, ich bin tot.«

»Sage der Mamma, ich firchte das ich krank werd, ich habe so ein unheimliches Gefihl auf den Bodn fon mein Magn.«

Ich sage Lil is ein fortreffliches Medchen! Sie hat einen Schlissl zu meiner Thir gefundn un mir ein neues Buch, ein großes Schtick Kuchn un eine Kerze gebracht. Der Kuchen schmekte greßlich gut. Wenn man Robinson Kruso in ein Zimmer eingeschperrt hädte, wer er dort geblibn? Nein er hädte fersucht, sich zu befrein. Wenn ich eine Schere hädte mechte ich meine Bedtdeke zerschneiden zu ein Seil zusammknüpfn un mich fom Fenster henunterlassn.

Ich fand keine Schere, aber ich konnte das Leintuch ganz leicht zerreißn. Ich machte ein langes Seil band ein Ende an den Handgriff fon der Schreibtischlade, der nebenan schtand, kroch aus den Fenster hilt mich fest an den Seil wi die Leite tun, wenn das Haus brennt und liß mich henunter.