Aber ich muß weiter erzehln. Theires Tagbuch mechstu glaubn, das mir das das Herz schwer macht wofon ich geschribn hab? Mechstu glaubn ich bin nich imschtand auch nur einem Tag fon die sibn ohne gewehnliches Pech zuzubringn? Ich kann es nich ertragn, selbs dir die Gefihle mitzuteiln die meinem Busn bedrickn, wi Lil in ihrem sagte. Aber ich hab ferschprochn dir nichs zu ferschweign. Gut also, wir schpiltn Teegesellschaff un Besuch bis es mir fad wahr un Milly war zohnig weil ich sagte es is Medchengeschpil was es auch wahr un ich sagte zu ihr: »Es is schon schpeht un unsre Leute wern filleich erst in einer Schtunde nachmahln. Ich schlag for, wir schpiln fon armen Scharl Roß.«

Sie sagte, sie mechte es ganz gern. Mamma un Frau Dennis wahrn zu Besuch gegangn, Elsbett half der Kechin Kuchn bakn, weil wir Gesellschaff hadtn un es war nimand da, der mich dem armen Scharly entführn sah, so nahm ich ihm — das heißt sie — in mein Zimmer un sie zog ihr weißes Kleid aus un mein andern Anzug an, um ein Bub zu sein. Dann nahm ich meinen Mahlkastn mischte ein bischen gebrannte Sjenna un malte si wi wenn sie ein Neger wer, greßlich braun. Dann schlipfte sie die Schtign henunter un ging hinaus auf dem Trottoar un ich schtekte Bettys Schehre in der Tasche un zog meinen Eilwagn zum Forderthor un wi ich bei ihr forbeikam, sagte ich: »Mechstu filleich ein bischen ausfahrn, kleiner Junge?«

Un sie sagte: »Oh ja, ich danke, sehr gern,« un schtig ein.

Dann zog ich den Wagn so schnell ich laufn konnte bis wir aus den Ort draußn auf einen ganz einsamen Platz warn.

»Schteig aus,« sagte ich, »ich muß dir dise lange Haare abschneidn, damit sie dich nich mehr als ihrn kleinen Jungen widererkennen.«

»Mamma wird es nich gern habn, das du mein Haar abschneidst,« sagte sie un das kleine Bibchen fing zu weinen an, aber ich schnidt ihr alle ganz dicht bein Kopf ab, sons hädtn sie sie zu leicht wider erkannt.

Sie schrie un schrie, aber ich machte mich nichs hern, weil ich schpiln wollte das sie ferlorn is. Es wahr ein triber Tag un es fing grad zu regnen an. Es wahr ganz dunkl wi ich zuhause kam. Sie warn alle beim nachmahln, der Kuchn wahr glasihrt und schaute ferlockend auf dem hungrign Jungen.