Der Dokter sagt es muß troz allen doch ein Dib hereingekommen sein, weil die Schachtl mit di Gummizukerl weg is. Aber Hansi un ich wissn gut, wo si is, hinter der Scheine.
Morgn is Dankfest. Aber ich werd den ganzen Tag kein Schtikchen Pastehte krign, weil der Schnupftaback fon Hansis Großmutter so ein greßliches Quatsch aus unsrer Pastehte machte, das wir die ganze fortschmeißn mußtn. Es is noch eine Menge Apfeltorte un Kuchn da aber ich soll doch nichts bekommen. Ich glaube, das is wirklich gemein. Ich hab Torte ganz besonderst gern.
Meine Schwester Elsbett is so schtolz, weil sie Herrn Wilkins fortgeschikt hat der seit damals nich bei uns war, wi das Ferd dafon lif, un dafir Herrn Jenner gekrigt hat, das man beina kein Wort zu ihr schprechn kann.
Unsre libe Lil is gestern gekommen, um morgn bei uns zu sein. Sie fragte ob ich noch so schlimm bin, wi früer, weil sie mich gern auf eine Woche nachaus nehmen mecht.
Ich mechte sehr, sehr gern gehn. Warum hetzn sie alle auf, zu sagn, ich bin ein nichsnutziger Junge? Wir habn alle unsre Fehler. Ich habe ein paar, wi andre Leite auch. Bin ich godtlos, weil ich nich wußte, das Schnufftaback die Pastehte runihrt, oder das alte Fräuln Baxter zischn wird, wi ein Feierwerksrad fon 4. Juli wenn sie ihre Sachn nich mischt, befor sie sie schlukt?
Jeder Mensch muß erst eine Menge Sachn aus eigner bittre Erfarung kennen lernen.
Lily sagt, ich soll mit ihr kommen un wenn ich auch allen Schnikschnak zerbrech, was sie mitgebracht hat; sie wahr immer so ein liber Kerl; sie weiß, kleine Jungen habn ihre unruige Mommente, wi große Leite.
Libes Tagbuch, auf deine Seitn beschliße ich feierlich morgn ein so brafer Junge zu sein, wi nur meglich, damit ich mit Lil nachaus fahrn darf. Ein Tag soll iber meinen Kopf gehn in Rue un Fridn; formittag will ich in der Kirche gehn un nachmittag lesn in der Sonntagsbibloteck. Ich wer mein Gewand nich beschmuzn un so anschtendig sein, wi man nur sein kann.
Tante Betsey is auch hir. Papa schrib ihr einen Brif un sagte ihr, sie soll wider gut sein, un an unsern Dankfesttruthahn mitessn — un so is sie gekommen. Sie gab mir ein Goldschtik, wi sie kam, auch Herr Jenner kommt aus der Schtadt zum Essn — er is jetz einer fon unsrer Familje.