»Was gibts junger Mann?«

»Oh Herr,« sagte ich, »ich winsche ich wer nich auf das Boot henaufgegangen un ich winsche ich wer nich fom Boot henuntergegangen un ich winsche die Leite in der Schtadt wern nich so dumm. Sie kennen einen kleinen ferirrtn Jungen nich einmal sagn wo Herr Jenner wohnt. Ich bin der kleiner Schorschi Hacker der immer in der Patsche kommt, aber ich kann ni etwas dafir. Wenn das Boot nich weggefahrn wer, befor ich es wußte, wer ich nich ferlorn gegangen. Ich wollte es wirklich nich thun.«

»Gut Schorschi,« sagte er, »wenn du ferlorn bist, missn wir fersuchn dich wider zu findn.«

Der Herr war sehr gut zu mir nur wollte er alles aus mir herausfragn. Er fragte mich sofil das ich kaum mein Nachmahl essn konnte. Die Leute in der Schtadt essn im Keller — so eine schundige Angewohntheit! Dise Nacht schlif ich fest auf einer Pritsche, so ein schpaßiges Bett wi eine Schachtl! Irgendwer wekte mich auf mit Schluchzn wi wenn ihm das Herz brechn mißt. Ich setzte mich auf un rib mir di Augn.

»O du nichsnutziger schlimmer sißer Junge,« rif Lil.

Sie war ganz blaß nur ihre Augn warn rot. Montagu war auch da. Sie warn mit der Eisenbahn hergekommen, wie das Boot ohne mir zurikkam. Ich fragte sie ob Minna besorgt is, weil ich ferlorn gegangen bin? habn sie mit dem Nachmahl gewartet? warum weins du? Sie sagte sie weint, weil sie mich enlich gefundn hedte. Ich sagte ihr sie is eine libe dumme Gans. Sie hedte weinen kennen, wenn sie mich nich gefundn hedte — aber jetz is ja alles wider gut un sie soll den Leutn zuhaus nich erzehln, das ich wider was angeschtellt hab — ich hab es nich gern gethan. Also schidtlte ich den Herrn in den blaun Rock die Hand un ladete ihm ein eimal zu kommen un mich zu besuchn un Montagu nahm uns in einer Restaurazjon um den ibrign Abens zu ferbringen — aber ich hab Lil (im fertraun) erzehlt, ich glaube nich, das Herr Jenner so ein bedeitender Mensch is, wi Elsbett glaubt, sons wirdn die Leite in Nujork mehr fon ihm gewußt habn. — — — — — — —