(749 M) Khurda Road (Bahnwirtsch.), Bahnknotenpunkt.
Zweigbahn von Khurda Road nach (28 M) * Puri Jagganath ( Hotel Seaside, gelobt, 10 Z., Pens. 6 Rup., 2 Pers. 10 Rup.; Dâk Bungalow ), Küstenstadt von 20000 Einw., berühmt wegen des Krischna-Heiligtums, zu dem im Juni, bei dem großen Wagenfeste ( Rath Dschatra ), Hunderttausende von Pilgern aus ganz Indien wallfahren. Am Südende der Stadt, deren Hauptstraße fast nur aus heiligen Bauten besteht, liegt der große Haupttempel, der dem Wischnu-Krischna als Dschaganath (Weltherr) geweiht ist, und dessen Inneres nur von Hindu betreten werden darf; man besichtige den Tempel vom Dach eines Gasthauses (für Eingeborene) gegen Trinkgeld; drei hölzerne Blöcke mit verzerrten Gesichtern bedeuten Krischna, seinen Bruder Balabhadra und seine Schwester Subhadra; für diese drei Götzen sind 14 m hohe Wagen mit 16 Rädern von 2 m Durchmesser vorhanden, auf denen sie beim Fest von den Pilgern zum Gartenhaus gezogen werden.—Der Haupttempel ist von etwa 120 kleinen Tempeln für alle indischen Gottheiten umgeben, die mit einer hohlen innern und einer großen, mit vier Gopuratoren versehenen hohen äußern Mauer umgeben sind, wovon letztere ein Quadrat von 225 m Seitenlänge umschließt. 18 Feste werden im Tempel abgehalten, davon ist das Wagenfest das 10. im Jahre. Vor dem östl. oder Löwentor steht eine prächtige Säule mit Statue des Aruna. Am Strandstreifen Swarga Dwara (Himmelstor) baden die Pilger.
Die Bahn fährt von Khurda Road über (760 M) Bhubaneswar (mit vielen alten Tempeln, mehr als 500 Heiligenschreinen und Höhlentempeln in der Umgegend) und über (778 M) Cuttack (Bahnwirtsch.; Dâk Bungalow), Hauptstadt von Orissa, am obern Ende des Mahanadideltas, dann weiter über die Flüsse Mahanadi und Brahmani nach (850 M) Bhadrak (Bahnwirtsch.), (888 M) Balasore (Bahnwirtschaft; Dâk Bungalow) und (960 M) Kharagpur (Bahnwirtsch.) nach (1032 M, 1661 km) Calcutta, Howrah Stat.
Calcutta.
Vgl. den beifolgenden Plan.
Lageplan, Kalkutta.
Ankunft zur See. Calcutta liegt am linken Ufer des Hooghly (Hugli), des westlichsten Seitenarms des Gangesdeltas, und zwar 130 km oberhalb des Golfes von Bengalen, 83 Seem. oberhalb der untersten Deltainsel Saugor (berüchtigt wegen ihres Tigerreichtums, es sollen hier jährlich an 2000 Eingeborne von Tigern getötet werden). Die Einsteuerung ist besonders bei Nebel sehr schwierig. In der Nähe des Pilot's Ridge -Feuerschiffs kommt der Lotse an Bord. Große Dampfer können nur bei Hochwasser über die Barren im Flusse einlaufen. Das Wasser ist schmutziggelb. Die Ufer zeigen niedriges, schlammbedecktes Gebüsch, Dschungeln und Grasflächen; den Fluß beleben Möwen, Seeschwalben, später auch Weihen, Sumpf-und Landvögel. Etwa 34 Seem. flußaufwärts von Saugor liegt am l. Ufer (r.) Diamond Harbour, das Cuxhaven Calcuttas. Von hier führt die »Eastern Bengal State Railway« von Diamond Head in etwa 2 1 / 2 St. nach (38 M) Beliaghatta Stat. in Calcutta.—Etwa 10 Seem. oberhalb Diamond Head liegt am rechten Ufer (l.) die uralte kleine Stadt Tamluk, im 5. Jahrh. ein wichtiger Seehafen. Etwas oberhalb liegt die gefährlichste Barre, die »James and Mary-Bank« (mit nur etwa 3 m Tiefe bei Niedrigwasser). Weiter stromaufwärts wird der Pflanzenwuchs an den Ufern immer üppiger; man sieht Dörfer, Pagoden und Tempel, Anlegeplätze für Flußboote mit hohen Treppenterrassen, und hinter der scharfen Krümmung bei Hangman Point erblickt man aus 11 km Abstand die Häuser von Calcutta. Nun erscheint l. der prächtige Botanische Garten, r. Garden Reach (A 6), die großen Kidderpur-Docks (B 6), in denen die Frachtdampfer neben den Warenspeichern liegen. Auch der Fluß dient als Hafen und ist oft mit Schiffen stark gefüllt. Der Hafenmeister bestimmt den Liegeplatz für die Schiffe; wenn kein Kai frei, muß man vom Strom im Boot fahren und landet am besten am Chandpal Ghat, an der NW.-Seite vom Fort William; dort Zollabfertigung, falls nicht schon vorher an Bord erledigt, was meist der Fall sein wird (vgl. S.49 ). Jeder Reisende erhält vom Zollbeamten einen Paß, ohne den er sein Gepäck keinem Wagen übergeben darf. Zollpflichtige Güter werden ins Zollamt ( Custom House; Pl. 4, C 3) nahe der Hooghlybrücke geschafft.
Ankunft am Bahnhof: Von Bombay (S.53 ), Benares oder Madras (S.100 ) kommend, in Howrah Station (C 3) am r. Hooghlyufer, dicht bei der Schiffbrücke; von Darjeeling oder aus Assam kommend, in Sealdah Station (E 4) an der Ostseite der Stadt, nahe Bow Bazar Street; von Diamond Head in Beliaghatta (Mutla) Stat., unmittelbar südl. von Sealdah Stat.
Gasthöfe: Continental (Italiener F. A. Boscolo), Chowringhee Road 9/12 am Maidan (D 4).— Great Eastern, Old Court House Str. 1 / 3 (D 4); größtes Haus, renoviert, Essen gut.— Grand Hotel (Frau Mack, österreich. Manager Mayer), Chowringhee Road, 150 Z., Pens. von 10 Rup. an; von Deutschen besucht.— De Paris, 27 Dhurrumtollah (D 4).— Spence's Hotel, 4 Wellesley Place (CD 4). Pension in allen je nach Jahreszeit und Zimmer 8-20 Rup.—Hand Man beachte, daß die Reisezeit von Mitte Dezember bis März zusammenfällt mit der Heimreisezeit der in Indien ansässigen Europäer und mit der Hauptfestzeit an Bällen, Wettrennen etc. in Calcutta, daher sollte man beizeiten Zimmer vorausbestellen.
Boarding Houses gibt es viele, allerdings wenig gute; zu empfehlen das von Mrs. Monk (Middleton Row 11); Mrs. Walter's (Russel Street 6-9) und Mrs. Pell's (Camae Street 1). Man zahlt meist 175 Rup. für den Monat oder 7 Rup. für den Tag Pension, doch in der Reisezeit bis 10 Rup. und mehr, dann ist Vorausbestellung zu empfehlen.
Restaurant und Konditorei: Peliti, Esplanade, East 10.— Bristol Hotel, Chowringhee Road, gute Billards; weniger für Damen.
Post u. Tel.: Post Office (Pl. 2, C4), Ecke Dalhousie Square und Koila Ghat Street.— Telegraph Office (Pl. 3, D4), Ecke von Dalhousie Square South und Old Court House Street.
Wagen: Carriages (Landauer), Einspänner (billig) und Ticca gharis (Droschken) nach Tarif.
Automobile für Tage, Wochen oder Monate stellt die French Motor Car & Electric Co., Bentinck Street 55.
Straßenbahnen, elektrische mit vielen Linien, billig und bequem.
Eisenbahnen: 1) Von Howrah Station (Pl. 10, C3) geht die East Indian Railway nach Benares und bis Peshawar (S.80 ); nach Bombay via Jubbulpore (S.63 ) od. via Nagpur (S.63 ); die Madras and Southern Mahratta Railway nach Madras und Tuticorin (S.126 ).—2) Von Sealdah Station (E4) die Eastern Bengal State Railway nach Darjeeling (S.141 ) und Assam (S.140 ) sowie von Beliaghatta (Mutla) Station nach Diamond Head.
Dampfer: Norddeutscher Lloyd (Agent: Schröder, Smidt & Co. ), Old Court House Str. 6/7 (Pl. 30, D4), mit fremdem Zwischendampfer oder Bahn bis Colombo, von da mit Reichspostdampfer nach Europa; mit Zwischendampfer bis Singapore, von da mit Reichspostdampfer nach Ostasien.— Österreichischer Lloyd (Agent: R. de Calò ) zweimal monatlich über Madras, Colombo, Bombay, Aden, Suez nach Triest in 31 Tagen.— Messageries Maritimes (Agent: Grézoux, Hare Street 5-6), Zwischendampfer alle 4 Wochen über Pondichéry nach Colombo.— Peninsular & Oriental Steam Nav. Co. (Agent: R. A. A. Jenkins, Strand 19) alle 14 Tage über Colombo nach Europa; ebenso über Singapore nach Ostasien.— British India Steam Nav. Co. (Agent: Mackinnon, Mackenzie & Co., Strand 16) wöchentlich nach allen indischen Häfen und Colombo; dreimal wöchentlich nach Rangoon.— River Steam Nav. Co. (Agent: Mac Neill & Co., Clive Ghat Street 2), Flußdampfer nach Assam etc.
Banken: Deutsch-Asiatische Bank, 32 Dalhousie Square (Pl. 31, C4).— National Bank of India Ltd., Clive Str. Beide Korr. der Deutschen Bank, der Berliner Disconto-Gesellschaft, letztere der Allg. Deutschen Creditanstalt in Leipzig; ferner Chartered Bank of India, Australia and China, Council House Street 5.— Hongkong and
Shanghai Banking Corporation, Dalhousie Square 31, beide mit Zweigstellen in Hamburg.—Für Reisende besorgt auch Cook's Office (s. unten) Bankgeschäfte, Kreditbriefe etc.
Reisebureaus: Thos. Cook & Son (Pl. 3, C4), Old Court House Street 11, gegenüber dem Telegraphenamt.
Konsulate: Deutsches Reich, Auckland Place 3 (Pl. 28, E5), Generalkonsul Prinz Heinrich XXXI. Reuß j. L., Durchl., Vizekonsul Dr. Remy; deutsches Konsulat (Pl. 28a, CD3), Clive Row 9, Konsul Hans R. Schuler.— Österreich-Ungarn, Generalkonsulat, Theatre Road 36 (Pl. 29, E5), Generalkonsul Dr. Ferd. Freyesleben, Vizekonsul W. R. Czerwenka.— Deutscher Klub (Pl. 32, D5), Elysium Row 13, einer der schönsten im Osten. Besuch 6-8 Nm.— Polizeiamt (Pl. 9, D3), Bow Bazar Street.
Ärzte: Dr. H. Finck, 19 Camac Str., der einzige deutsche Arzt.—Dr. A. Caddy, Harrington Str. 2.—Frauenärzte: Dr. Peck, Harrington Str. 6.— Miß Baumler, Chowringhee Road 15.— Zahnärzte: Miller, Chowringhee Road 35.— Woods, Chowringhee Road 25. — Apotheken: Bathgate & Co., Old Court House Street.— R. Scott Thomson & Co., Government Place 15.— Smith, Stanistreet & Co., Dalhousie Square, u. a.— Krankenhäuser: Presidency General Hospital (D6); Eden Hospital (D3) u. a.
Buchhandlungen: Thacker, Spink & Co., Government Place (CD4).— W. Newman & Co., Dalhousie Square. — Zeitungen: »Englishman«; »Statesman«; »Indian Daily News« u. a.— Photographien: John Blees (Kodaks, frische Films etc.), Chowringhee Road, neben Grand Hotel.— Johnston & Hoffmann, Chowringhee Road 22 (D4/5).— Bourne & Shepherd, Chowringhee Road 8.
Theater: Theatre Royal (Pl. 14, D4), Chowringhee Road, zum Grand Hotel gehörig.— Opera House (Pl. 15, D4), Lindsay Street.—Indische Theater meist in Beadon Street.
Geschäftsadressen: Optiker: Lawrence & Mayo; Solomons & Co.; Lazarus. —Kleiderhändler: Ranken & Co., H. Clark & Co., Old Court House Street 5, und andre Firmen, sämtlich Old Court House Street.
—Reiseartikel: Whiteaway, Laidlaw & Co., Esplanade, East 7.—Jagdgewehre etc.: Manton & Co., Old Court House Street 13 und Mangoe Lane 1.— F. Schonert & Co. (Deutsche), Konserven, Wein, Zigarren; besorgen Ausrüstung für Jagd-und Bergausflüge (gleich als Trägerlasten verpackt).—Indische Juweliere: Esoofally, Hiptoolla & Co., Chowringhee Road 6-2 und Radha Bazar 9-10; Hamilton & Co., Old Court House Street; Boseck & Co., Wellesley Place.—Hindubuchhändler: Shambhu Chandra Addy, Wellington Street.
Zeiteinteilung: 1. Tag: Botanischer Garten, Museum, Eden-Garten.—2. Tag: Basare, Zoologischer Garten, Kidderpur Docks.—Zum Ausflug nach Darjeeling rechne man mindestens 4, besser 10-14 Tage. Ausflüge nach Assam fordern mehrere Wochen.— Nach Puri Jagganath, vgl. S.133, mindestens 2 Tage.
Geschichte. Calcutta wurde 1686 durch englische Kaufleute, die der Mogulstatthalter von Bengalen aus ihrer Faktorei Hugli vertrieben hatte, im Dorfe Tschatanati gegründet, das mit Kali Ghat (daher der Name) die Stelle der heutigen Stadt einnahm. Am 20. Juni 1756 wurde der Ort durch Suradsch ed Daulah eingenommen, wobei 146 englische Gefangene in das »Black Hole« eingesperrt wurden, in dessen engem Raum 123 während der Nacht umkamen. Nachdem aber Clive 2. Jan. 1757 die Stadt zurückerobert hatte, hob sich Calcutta rasch wieder. 1772-1911 war es Sitz der britisch-ind. Regierung.
Klima. Die Lage Calcuttas im feuchtheißen, von dichter Vegetation bedeckten Gangesdelta, nur 6 m über dem Meeresspiegel, ist gesundheitlich wenig günstig. Cholera und Fieber sind endemisch, doch ist in der Europäerstadt an sanitären Einrichtungen das Mögliche geleistet. Man unterscheidet drei Jahreszeiten: die heiße von Mitte März bis Mitte Juni, die Regenzeit bis Ende September und die kühle Jahreszeit von November bis Anfang März. Der Sommer ist wegen seiner feuchten Hitze sehr ungesund, deshalb leben alle wohlhabenden Europäer, soweit es die Geschäfte erlauben, von Ende März bis Oktober in der Sommerfrische in Darjeeling (S.141 ) oder Simla (S.75 ), wo dann auch der Vizekönig residiert. Als höchste Temperatur wurde 42,3°, als niedrigste 6,8° gemessen, als Durchschnitt im heißesten Monat (Mai) 30°, im kältesten (Januar) 18°. Sehr stark ist der Regenfall; Zyklone (Wirbelstürme), die gewaltige Sturmfluten im Hooghly hervorrufen, richten durch Windwirkung und Überschwemmung gelegentlich große Verheerungen an; neben Cholera und Malaria (s. oben) ist in Calcutta seit 1902 auch die Pest stark aufgetreten.
Calcutta (spr. kalkatta; der Name bedeutet: Flußtreppe [Ghat] der Kali, einer Göttin) ist im Gegensatz zu den zahlreichen uralten indischen Kulturstädten eine Gründung der Europäer und in einer von Natur sehr ungünstigen Umgebung (nahe dem Westrande des sumpfigen, ungesunden Gangesdeltas am Hooghlyufer, weit über 100 km vom Meer entfernt) erst emporgeblüht, nachdem 1772 der unbedeutende Ort zum Sitze des Generalgouverneurs erhoben worden war. Seitdem hat die vortreffliche strategische und kommerzielle Lage der Stadt ihre Wirkung entfaltet, und heute ist Calcutta, das »Hamburg« Indiens, der Hauptausfuhrhafen des Landes und eine wichtige Industriestadt geworden, deren weitere Entwickelung auch durch die 1911 beschlossene Verlegung der Zentralregierung nach Delhi nicht sehr wesentlich beeinflußt werden wird. Es besteht aus drei Hauptteilen: die White town, die Europäerwohnstadt, vom Charakter einer europäischen Großstadt, und die Black town, die schmutzige Eingebornenstadt, liegen auf dem l. Hooghlyufer. Ihnen gegenüber zieht sich die Fabrikstadt Howrah hin. Die eigentliche Stadt, vom Fluß und der Circular Road eingeschlossen, enthält die Esplanade, den Maidan (CD5), an dem das Fort William, 1773 erbaut, einen Raum von 3 km Umfang einnimmt, mit großem Arsenal, 619 Geschützen und 25000 Mann. Im N. des Maidan der Palast des Vizekönigs und das Rathaus. Die Stadt hat 27 protestantische (St. Paulskathedrale), 8 katholische Kirchen, ein theistisches Gotteshaus der Brahma Samaj-Sekte, aber keine orthodoxen Hindutempel; ferner zahlreiche Denkmäler. Die Bevölkerung beträgt: 890493 (mit Vorstädten 1216514) Köpfe (davon ca. 2 / 3 Hindu, ca. 30 Proz. Mohammedaner und etwa 6000 Europäer). Die Industrie ist auf Howrah (B2, 3) konzentriert. Mit diesem hatte Calcutta 1902: 26 Jutefabriken (die Hauptindustrie) mit 15132 Webstühlen und 80000 Arbeitern, 8 Baumwollspinnereien mit 324038 Spindeln, Papierfabriken, Zuckerfabriken, Indigofabriken etc. Der Staat besitzt eine große Geschützgießerei in Kosipur. Großartig ist der Handel, er wertete 1906/07: 1300 Mill. Rupien. Aus Deutschland kam 1902 für 11159460, dorthin ging für 82683580 Mark Ware. Die wichtigsten Ausfuhrartikel sind Jute und Jutesäcke, Opium, Tee, Reis, dann Häute, Baumwolle, Ölsaaten, Indigo, Rohseide, Gummi. Kohle wird aus Calcutta stark ausgeführt (1905: 7 Mill. Ton.). Der Hafen für sehr große, schwerbeladene Schiffe ist Diamond Harbour (S.134 ); die meisten Schiffe können bis zur Stadt gelangen, deren Hafen sich 16 km lang am Ufer hinzieht. Die über den Hooghly nach Howrah führende Schiffbrücke wird zu bestimmten Stunden geöffnet. Es liefen 1910: 539 Schiffe mit 1550000 Reg.-Ton. ein. Die Stadt besitzt zahlreiche Bildungsanstalten, darunter das Hindu College, Sanskrit College, Medical College, die berühmte La Martinière (Stiftung eines französischen Abenteurers, der 1808 als Millionär starb), einen prächtigen Botanischen und Zoologischen Garten, ist Sitz der Asiatic Society of Bengal (Park Street 57, gegründet 1784, mit Bibliothek von 15000 Bänden, Münz-, Gemälde-und Büstensammlung), des Lieutenant-Governors von Bengalen, vieler Verwaltungsbehörden, eines katholischen Erzbischofs, eines anglikanischen Bischofs und andrer Behörden.