Reichspostdampfer des Nordd. Lloyd (S.166 ) von Singapore alle 14 Tage Fr. oder Sa. in 5 Tagen nach (1437 Seem.) Hongkong, für I. Kl. 8 £ 16 sh., II. Kl. 6 £ 12 sh. Rückfahrkarte 1 1 / 2 facher Preis.— Österreich. Lloyd monatl. einmal von Singapore nach (1448 Seem.) Hongkong in 6 Tagen.— Messageries Maritimes alle 14 Tage von Singapore über (648 Seem.) Saïgon (S.179 ) in 7 Tagen nach (1582 Seem.) Hongkong.— Peninsular and Oriental Co. von Singapore alle 14 Tage in 6 Tagen nach (1440 Seem.) Hongkong.

Von Singapore führt der kürzeste Seeweg mit NNO.-Kurs etwas westl. an den holländischen Anambas-Inseln vorbei, dann in Sicht der französischen Inseln Great Catwick und Cécir de Mer, weiter während des SW.-Monsuns mit nördlichem Kurs unter der Küste von Annam entlang, wobei Kap Padaran mit Leuchtfeuer eine gute Ansteuerungsmarke bildet, und westl. von den Paracel-Inseln vorbei, dann vom 17.° nördl. Br. ab mit NO.-Kurs nach Hongkong. Dieser Weg ist der beste für die Monate April bis September; trotzdem laufen viele Dampfer während des ganzen Jahres von Cécir de Mer mit nordöstl. Kurs zwischen den Paracel-Inseln und Riffen und der großen, mit gefährlichen Riffen besetzten Macclesfield-Bank hindurch, obwohl dieser mittlere Seeweg etwas länger ist. Bei starkem NO.-Monsun macht der Dampfer gewöhnlich einen östlichen Umweg, weil dann im östlichen Teile des Südchinesischen Meeres schwächerer Gegenwind als nahe vor der Küste von Annam vorgefunden wird. Bei der Annäherung an Hongkong kommen kleine Inseln, dann die schön geformte hohe Felseninsel Hongkong (S.222 ) in Sicht. Von den vorgelagerten Ladronen und Kaipong-Inseln ist die 448 m hohe Große Ladronen-Insel an ihrer Bergkuppe zu erkennen; die Insel Paktsim (Kaipong-Inseln) zeigt die auffälligen Eselsohren, zwei fast senkrechte, 286 m hohe spitze Gipfel. Die vorgelagerte, 30 m hohe Gap-Klippe trägt einen weißen Leuchtturm (mit Blinkfeuer von 18 Seem. Sichtweite), von dem aus ankommende Dampfer telegraphisch nach Hongkong gemeldet werden. Bei der Annäherung an den Tschukiang (Perlfluß) oder Kantonfluß, dem die Insel Hongkong inmitten einer Gruppe kleiner Felseninseln östl. vorgelagert ist, trifft man meist auf große Flottillen kleiner Fischerdschunken. Die Gap-Klippe r. lassend, steuert der Dampfer mit nördlichem Kurs östl. von der Lingting-Insel auf die West-Lamma-Durchfahrt zu und dann r. drehend durch die Sulphur-Durchfahrt zwischen Green Island und der Insel Hongkong auf die Reede von Hongkong, die einen geschützten Hafen bildet.

Das Südchinesische Meer ( Nanhai ) erstreckt sich von der Halbinsel Malakka bis zur Formosa-Straße (vgl. beifolgende Karte). Der südliche Teil wie auch die Golfe von Siam und Tonkin haben weniger als 200 m Tiefe, während im nordöstlichen Teil, zwischen den Philippinen und Hongkong, mehr als 4000 m Wassertiefe gefunden sind. Sehr gefährliche Korallenriffe findet man an vielen Stellen, besonders ausgedehnt westl. von der Insel Palawan bis 110° östl. L. Im nördlichen Teile liegen die Paracel-Inseln, umgeben von Riffen und Bänken; östl. davon die große Macclesfield-Bank u. a. Die Strömungen im Südchinesischen Meere sind von den herrschenden Winden abhängig: während des SW.-Monsuns setzt der Strom zwischen Singapore und Hongkong sowie unter der Küste von Annam nnö., während des NO.-Monsuns ssw. Der SW.-Monsun beginnt im Golf von Tonkin Mitte April und weht im Juni, Juli und August überall zwischen Singapore und Hongkong. Der NO.-Monsun ist am stärksten und gleichmäßigsten im Januar, Februar und März. In der zweiten Hälfte des SW.-Monsuns treten vor dem Golf von Siam, der Küste von Indochina und dem Golf von Tonkin häufig heftige Gewitterböen mit dunklem Gewölk auf. Taifune kommen im Mai bis November, doch meist nur im August, September und Oktober vor; bei westlichem Sturm ist die Gefahr, in die Mitte des Taifuns zu geraten, für Schiffe, die von Singapore nach Hongkong fahren, nicht groß, weil man sich wahrscheinlich an der linken Seite der Sturmbahn befindet und nur beizudrehen braucht, bis das Wetter besser und der Wind sw. geworden ist. Wenn der Barometerstand sich wenig ändert, kann das Sturmgebiet an seiner Südseite umsteuert werden, mit südlichen und östlichen Kursen. Bei südlichem Wind kann man den Kurs beibehalten, muß sich aber hüten, der Sturmmitte zu nahe zu kommen. Am unsichersten ist die Lage des Schiffes, wenn der Sturm aus Richtungen zwischen NO. über N. bis NNW. weht. Nur wenn der Wind dann nach l. dreht, oder wenn er gleich aus NNW. beginnt, kann man mit SW.-Kurs abhaltend sicher sein, der gefährlichen Sturmmitte zu entgehen.

Hongkong.

Vgl. die beifolgenden Pläne.

Hongkong.

Ankunft zur See. Der Hafen ist stark belebt mit großen Dampfern, deren täglich bis zu 60 ein-und auslaufen (vgl. S.223 ). Die Hafenstadt Victoria baut sich am Fuße des Pik der Insel Hongkong stufenweise auf, ihre weißen, palastartigen Häuser liegen zwischen schönen Gärten mit grauem Felsenhintergrund. Alle großen Dampferlinien haben Festmachetonnen für Dampfer; die deutschen Reichspostdampfer legen an dem Pier von Kowloon an; Ausschiffung erfolgt mit Dampfbarkassen der Gasthöfe oder mit Sampan ( 1 / 2 St. Fahrt, 10 cents jede Person). Da Hongkong Freihafen ist, findet keine Zolluntersuchung statt.
Gasthöfe: Hongkong Hotel, 170 Z., Pens. $ 6-12.— Grand Hotel (deutscher Besitzer), Pens. von $ 5 an.— King Edward Hotel, Ice House Street, sehr mäßig (indischer Manager); 85 Z., F. 1, Lunch 1,25, Dinn. 1,25, Sup. 1, Pens. $ 6-12.— Astor House Hotel, Queen's Road Central.

Peak Hotel, nahe dem Endpunkte der Drahtseilbahn auf dem Pik, für Fremde zu empfehlen, die Zeit haben, außerhalb der Stadt zu wohnen; Pens. von $ 5 an.— Connaught Hotel, Main Street; 90 Z., Pens. $ 5-15, monatl. $ 90-100.— Grand Carlton Hotel (Familienpension), Ice House Road 8 u. 10, Pens. von $ 4 an.— Thomas Hotel. Kowloon Hotel. Privatpension Kingsclerc, Kennedy Road, gelobt (deutsche Besitzerin G. Sachse).
Cafés (mit kalter Küche): Weismann, Des Voeux Road.— Wiener Café, Queen's Road.
Post: Queen's Road, beim Uhrturm; Briefe nach Deutschland 10 cents, Postkarten 4 cents.— Telegraph: New Praya, Connaught Road. Die Preise für Telegramme schwanken nach dem Dollarkurs.— Kabel nach Saïgon, Labuan, Manila, Schanghai und Macao. — Telephon.
Wagen gibt es nicht.
Elektr. Straßenbahn von Westpoint bis Shankiwan am Meeresufer entlang, in 60 Min. für 40 cents, Teilstrecken 5 cents. Umsteigen bei Happy Valley.
Tragstühle ( chair ) mit 2 Trägern, nach Tarif: in der Stadt 1 / 2 St. 20 cents, 1 St. 30 cents, 3 St. 70 cents; für den Tag $ 1; außerhalb der Stadt mit 4 Trägern: 1 St. 60 cents, 3 St. $ 1, für den Tag $ 2. Im Bergdistrikt die Hälfte höher.
Rikschas: 1 / 4 St. 5 cents, 1 / 2 St. 10 cents, 1 St. 15 cents, jede Stunde mehr 10 cents.— Drahtseilbahn ( Peak tramway ) von Garden Road zum Pik in 7 Min., einfache Fahrt 30 cents, Hin-u. Rückfahrt 50 cents; von 7 1 / 2 Uhr früh bis 8 Uhr abds. alle 10 u. 15 Min.; von 8-11 1 / 4 Uhr abds. jede 1 / 2 St.— Fahrräder: Verleihgeschäft in Queen's Road Central, westl. von New Praya.— Pferde zu mieten in Kennedy Stables.
Flußdampfer. 1) Nach Kanton: Hongkong, Canton and Macao Steamboat Co. 3mal tägl. (außer So.), 8 Uhr Vm. und 9 u. 10,30 Uhr Nm.; Fahrpreis $ 8, jede Mahlzeit $ 1 1 / 2, F. 9 Uhr, Tiffin 1 Uhr, Dinner 7 1 / 2 Uhr. Schlafkabine, wenn frei. Französische Dampfer (vorzuziehen!) jeden Abend 5 1 / 2 Uhr (außer So.), Fahrpreis $ 5, Mahlzeit $ 1 1 / 2; Schlafkabine.—2) Nach Macao: H. C. & M. S. Co. tägl. (außer So.) abds., Fahrpreis $ 4; Wing-on Steamship Co. jeden Morgen 8 Uhr, Fahrpreis $ 3; Sonntags Sonderschiffe hin und zurück $ 2, Aufenthalt ca. 4 St.
Fährdampfer ( Ferry launch ) von Hongkong, Ice House Street, nach dem nördl. gegenüberliegenden Kowloon, Godown Wharf, in 9 Min. für 15 cents; von 5 1 / 2 Uhr früh bis 7 3 / 4 Uhr abds. alle 10 Min., bis 9 1 / 4 Uhr jede 1 / 4 St., bis Mitternacht jede 1 / 2 St.
Seedampfer: Reichspostdampfer des Norddeutschen Lloyd (Agentur: Melchers & Co., Queen's Building I., Tel.-Adresse »Nordlloyd-Hongkong«) alle 14 Tage nach Schanghai und Japan, ebenso nach Singapore und Europa; Anschlußdampfer über Manila, Angaur, Jap, Friedrich-Wilhelmshafen, Rabaul und Brisbane nach Sydney.— Österreichischer Lloyd (Agentur: Sander, Wieler & Co., Tel.-Adr.: »Lloydiano Hongkong«) monatlich nach Schanghai, Yokohama, Kobe sowie über Singapore nach Europa.— Messageries Maritimes (Agentur: de Champeaux, Tel.-Adr.: »Messagerie-Hongkong«) alle 14 Tage über Schanghai, Kobe nach Yokohama, ebenso über Saïgon, Singapore nach Europa.— Peninsular and Oriental Co. alle 14 Tage nach Europa und über Schanghai nach Japan.— Pacific Mail Steamship Co., Great Northern S. S. Co., Toyo Kisen Kaisha und Nippon Yusen Kaisha etwa alle 10 Tage über Japan nach San Francisco.—Nach den Philippinen (Manila) vgl. S.234.
Banken: Deutsch-Asiatische Bank, Tel.-Adr. »Teutonia«, Queen's Road Central Nr. 7, Korr. sämtlicher deutschen Großbanken;— Hongkong-Shanghai Bank und Banque de l'Indochine, beide Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft.
Theater: Im Winter zuweilen eine europäische Truppe; außerdem chinesische, eins ( Koshing in Queen's Road West), wo stets gespielt wird, auch Singspielhallen; mitunter Promenadenkonzerte am Drahtseilbahnhof.
Reisebureau: Thos. Cook & Son, Des Voeux Road Central 16, gibt gratis: » Information for Travellers landing at Hongkong «; liefert Fahrkarten für Führung und Fahrt nach Kanton, empfehlenswert.

Konsulate: Deutsches Reich, Konsul Dr. E. A. Voretzsch, Wyndham Street 8 u. 10, etwa 5 Min. von Blake Pier, mit Lesezimmer für deutsche Seeleute.— Österreich-Ungarn, Konsul Ritter v. Wiser, Princes' Buildings.— Deutscher Klub »Germania«, Kennedy Road, nahe Union Church und Drahtseilbahn; Hongkong Club (engl.), am Hafen, Connaught Road, New Praya. — Deutscher Gottesdienst (deutscher Pfarrer) in der Kapelle des Berliner Findelhauses, So. 11 Uhr.— Deutsche Schule, Kennedy Road, hinter Union Church.
Polizei: Hauptamt (Central Police Station) Old Bailey Street, südl. vom katholischen Dom.
Deutsche Ärzte: Dr. Müller; Dr. Justi, Mansion House; Dr. Hoch.— Deutsche Apotheke: Medical Hall (Inhaber E. Niedhardt & H. Kammel), Ecke Ice House Str. u. Des Voeux Road. — Krankenhäuser: Civil Hospital, Queen's Road West; Peak Hospital.
Buchhandlungen: Kelly & Walsh Ltd. W. Brewer & Co. Presse: Hongkong Daily Press; China Mail; Hongkong Telegraph; South China Morning Post.— Photographien: Viele Geschäfte, die auch Platten und Films in gutem Tropenverschluß liefern, z. B. Long Hing & Co., Queen's Road Central. Handn der Festungswerke und Marineanlagen ist streng verboten.
Geschäftsadressen: Queen's Road ist Hauptgeschäftsstraße. Optiker: Charles J. Gaupp & Co. (deutsch), Alexandra Building.— N. Lazarus, im Hongkong Hotel.— Zigarren, Ansichtskarten: Kruse & Co. (deutsch), Mansion House.—Warenhaus Lane Crawford & Co., Ecke Ice House Street und Chater Road.— Kleider- und Wäschehändler: Tak Cheong, Queen's Road Central; Bon Ton, D'Aguilar Street 2.—Curios und japanische Waren: Kun & Komor, Hongkong Hotel Building (sehr gut); Loong Shing Co., Queen's Road Central 26.—Seidenspitzen und Grasleinen: Madame Flisch & Co. —Blackwood-Möbel: Lok-Hing; Kwong Hing. —Porzellan: Wing Hing.—Juwelier J. Ullmann & Co., Queen's Road Central 34, gegenüber Hauptpost.—Silbersachen: Wang Hing; Wing Nam, sämtlich Queen's Road Central.—Man kauft sehr preiswürdig schöne Seidenstickereien, Goldstickereien auf Seide u. Samt, Grasleinenstickereien, Blackwood-Kunstmöbel und andre Kunstschnitzarbeiten in Elfenbein, Ebenholz, Speckstein, Cloisonne-(Metallemaille-)Kunstsachen, Bronzen, Silberarbeiten verschiedenster Art, goldene Ringe etc., Eisenschmiedearbeiten, Korb-u. Strohflechtereien, mottensichere Kampferkisten, chinesische Bilder auf Reispapier und in Öl etc.
Zeiteinteilung auf 5 Tage. I. Tag: Hongkong, Fahrt auf den Peak; Queen's Road; Nachtfahrt nach Kanton. —2. Tag: Kanton.—3. Tag: Kanton.—4. Tag: Früh Rückfahrt nach Hongkong; Nm. Park und Promenade Kennedy Road oder Bowen Road (Wasserleitung).—5. Tag: Vm. Happy Valley, Nm. Einkäufe.— Auf 8 Tage: 1.-4. Tag wie vorher.— 5. Tag: Früh nach Macao.—6. Tag: Macao, Nm. Rückfahrt nach Hongkong. —7. Tag: Happy Valley, Nm. Einkäufe.—8. Tag: Fahrt auf den Peak, zu Fuß Nm. zurück.

Hongkong, chines. Heung Kong (»Tal der reichen Wasser«), britische Insel östl. der Einfahrt in den Kantonfluß, ist 15 km lang, 7-8 km breit, 75 qkm groß mit (1905) 377850 Einw., von denen nur 17977 Nichtchinesen (Engländer, Portugiesen, Inder, etwa 300 Deutsche etc.). Dazu kommt auf der gegenüberliegenden Halbinsel Kowloon (Kaulun) ein seit 1898 gepachtetes Gebiet von 974 qkm mit 85011 Einw. Die ganz aus Granit und Basalt bestehende Insel erhebt sich im Victoria Peak 551 m ü. M. Das Klima kann mit einer mittlern Jahrestemperatur von 22° (Februar 14,3°, Juli 27,6°) noch als tropisch bezeichnet werden, wenn auch die jährliche Temperaturschwankung schon stark (absolute Extreme etwa 35° und 2°) ist. Doch hat Hongkong unter den kalten trocknen Landwinden nicht so stark zu leiden wie das benachbarte Festland. Die Regen fallen hauptsächlich im Sommerhalbjahr. Europäern ist das Klima Hongkongs nicht sehr zuträglich; die angenehmste Zeit ist November bis Januar, August und September sind wegen der feuchten Hitze sehr ungesund. Die Pflanzenwelt war auf der Felseninsel ursprünglich dürftig, trägt aber nun in den von den Engländern geschaffenen Gartenanlagen tropischen Charakter. Auch vermag Hongkong seinen Bedarf an Gemüse sowie etwas Reis, Yams, süße Kartoffeln zu erzeugen; Mango-, Birn-und Orangenbaum sind heimisch. Von Tieren finden sich die Wildkatze, Ameisenfresser, zahlreiche Vögel, Landschildkröte, einige Schlangen (auch giftige), das Holzwerk zerstörende Termiten (»weiße Ameisen«). Taifune richten zuweilen großen Schaden an. Die Hauptstadt der Insel, Victoria, an der Nordküste, ist in 7 km Länge terrassenförmig am Abhang des Gebirges aufgebaut, hat einen Palast des Gouverneurs, Stadthaus, Theater, Museum, Bibliothek, Kasernen, Marinehospital, Marinedepot, Marinedock, Sternwarte, Kohlenmagazine, ist Sitz eines anglikanischen Bischofs, des Vizeadmirals der englischen Flottenstation für China (etwa 60 Schiffe), des kommandierenden Generals der Truppen (139 Offiziere, 3659 Mann), hat eine Polizeitruppe von 1018 Mann (Engländer, Sikh, Chinesen) und 83 öffentliche und mehrere private Schulen, darunter eine deutsche Vorschule der deutschen Kirchen-und Schulgemeinde. Die Stadt ist sehr reinlich und ordentlich, unregelmäßig gebaut ist nur das westliche Chinesenviertel.— Die Industrie ist jung; Werft und Dock in Kowloon, zwei große Zuckerraffinerien, Baumwollspinnerei, Stuhl-, Hanfseil-, Zement-und Seifenfabrik; berühmt sind die Hongkongstühle aus geflochtenem Rattan (span. Rohr). Die Bedeutung der Stadt liegt in Handel und Schiffahrt; die Insel beherrscht den Zugang zur Mündung des Hsikiang, des Hauptflusses und Hauptverkehrsweges Südchinas, und hat vor Schanghai die sichere Lage voraus. Als Freihafen begünstigt, steht es mit Europa und den Seehäfen des Stillen und Indischen Ozeans in lebhaftem Verkehr. Die Einfuhr umfaßt Reis, Zucker, Baumwolle, Opium, Salz, Öl, Tee, Seide; da Hongkong Umschlagshafen ist, werden dieselben Waren auch wieder ausgeführt.