[209] Die Gesellschaft ist jetzt mit Lloyd’s Register vereinigt.

[210] Litteratur: Kleemann, Die Rettung der Gestrandeten, in „Vom Fels zum Meer“, Augustheft 1885, S. 477–488. — Schweiger-Lerchenfeld, Das eiserne Jahrhundert. S. 538–546. — Dorenwell und Hummel, Charakterbilder aus deutschen Gauen, Städten und Stätten. Hannover, Norddeutsche Verlagsanstalt, 1885, S. 252–247. — v. Henk und Niethe, Zur See.

[211] Zur See. S. 224.

[212] Der Name „Lloyd“ stammt von einem gewissen Edward Lloyd in London; derselbe besaß daselbst gegen Ende des 17. Jahrhunderts ein Kaffeehaus, das der Sammelpunkt all jener war, die mit dem Schiffs- und Seewesen zu thun hatten. Aus diesen Zusammenkünften in Lloyds Kaffeehaus entstand zunächst die Gesellschaft „Lloyd’s“ in London, ein Institut zur Wahrnehmung der gemeinsamen Interessen der Seeversicherer und Assekuranzmakler; dasselbe besteht noch heute und ist unter allen ähnlichen Instituten das großartigste der Welt. Wer in Lloyd’s Räumen sich befindet, hat zu jeder Zeit die letzten Nachrichten über Schiffahrt und Handel, über Wind und Wetter vor Augen; er hört das Brausen des Sturmes, der den Indischen Ocean aufwühlt, und sieht den Eisberg, der an der Küste von Canada ein Dampfschiff gefährdet. Zwei große Folianten enthalten, der eine die Nachrichten über jedes in einem beliebigen Hafen der Welt eingelaufene Schiff, der andere über Unglücksfälle zur See. Nach einem Sturme drängen sich große Haufen Menschen um diese beiden wichtigen Bücher, deren Inhalt an jedem Abend als Lloyd’s list gedruckt ausgegeben wird. — Die Listen von Lloyd’s werden nach den amtlichen Berichten der Agenten zusammengestellt und sind für alle Häfen der Erde maßgebend. Andere für Schiffs- und Seewesen bedeutende Publikationen von Lloyd’s sind noch: Lloyd’s Weekly Index of the Movement of Shipping, Voyage Table of Steamers und ganz besonders Hozier’s General Report for 1884. — Nach dem Vorbilde von Lloyd’s haben sich auch auf dem Kontinente ähnliche Gesellschaften gebildet, so der Österreichisch-Ungarische Lloyd etc.

[213] Das Folgende nach „Der Norddeutsche Lloyd von 1857–1882“ von M. Lindemann (Festschrift) und nach dem Rechenschaftsberichte der Gesellschaft vom 28. April 1886; vgl. auch Deutsche Verkehrszeitung, Nr. 39, 1886.

[214] Wie enorm der Kohlenverbrauch der Dampfer ist, ergiebt folgendes Beispiel: Die 24 Feuerungen des Dampfers „Elbe“ vom Norddeutschen Lloyd mit 4510 Brutto-Tonnen verzehren im täglichen Durchschnitt 105000 kg Kohlen. Eingenommen werden für jede Reise über den Ocean 1500 t oder 1500000 kg, das ist ein Quantum, das der Ladung von sechs Eisenbahnzügen mit je 25 Doppelwaggons entspricht (Zetzsch, Die Ocean-Dampfschiffahrt und die Postdampferlinien nach überseeischen Ländern. S. 43. Weimar, Geographisches Institut, 1886).

[215] Schon ein einzelner Dampfer hat übrigens für eine überseeische Fahrt sehr bedeutende Quantitäten von Nahrungsmitteln nötig. Nach einer Zeitungsnotiz nimmt z. B. der neue französische Dampfer „Gascogne“ für jede Amerikafahrt hin und zurück u. a. ein: 6000 Flaschen Tischweine, 3000 Flaschen feine Weine, 5000 Flaschen Bier, 5000 Flaschen Cognac, 40 Fässer Wein für die Mannschaft, 4000 kg verschiedene Gemüse, 15000 Eier, 500 Hühner, 50 Gänse, 20000 kg Eis, 300 Laib Käse, 500 kg Kaffee, 500 kg Obst, 50000 kg Fleisch, 100 Fässer Mehl, 400 kg Fische u. s. w.

[216] Vgl. hiezu Oberländer, Von Ocean zu Ocean. S. 15–16. Leipzig, Spamer, 1884, und „Hamburgs Handel und Verkehr“. Verlag der Aktiengesellschaft „Neue Börsenhalle“. Hamburg, 1886.

[217] Universal Register, herausgegeben von Lloyd’s Register of British and Foreign Shipping. London, 1886.

[218] Vgl. den Rechenschaftsbericht der Gesellschaft für 1885.