Denen, welche bösen Sinnes,
Muß der Neid im Herzen toben,
Aber Jubel füllt den Busen
Jedes echten spanschen Sohnes.
Fliehend aus der Trauer Banden
Zieht der allgemeine Frohsinn
Durch die Straßen, durch die Plätze,
Wie auf lauten Wahnsinns Wogen.
Zu viel tausend Segenswünschen
Tut der Mund sich auf der Stille,
Und es wiederholt die Jugend,
Was das Alter ausgesprochen.
Einer spricht: „Ergiebge Rebe,
Wachs empor und schling dich eng
Her um die geliebte Ulme,
Daß ihr Schatten dich umflore,
Dir zu deinem eignen Ruhme
Und zu Spaniens Ehr und Frommen
Und zur Förderung der Kirche
Wie zum Grausen des Mahoma!“
Eine andre Stimme rufet:
„Lebe hoch, o Taube, holde,
Die für uns du hast geboren
Einen Aar mit zweien Kronen,
Zu vertreiben aus den Lüften
Jeden raubergebnen Vogel,
Mit dem Fittich zu bedecken
Jeder Tugend bange Sorgen!“
Noch ein andrer, der noch feiner
Gab des raschen Witzes Proben,
Sprach, in Augen und im Munde
Ausgedrückt das Herz, das frohe:
„Diese Perle, die du schenktest,
Östreichs Perlenmutter, große,
Wie viel List hat sie vereitelt,
Wie viel Wünsche sie gebrochen!
Was zerstört sie nicht an Ränken,
Was gewährt sie nicht an Hoffnung,
Welche Fehlgeburten treibt sie
Jetzt nicht aus dem Zeitenschoße!“