Wenn, wie du im Wert dich hebest,
Willst die eigne Schätzung steigern,
Mußt du jeden Kauf wohl weigern
Dem Geschlecht, in dem du lebest.

Traun, ein Basiliske nistet
Dir im Herzen, der uns tötet,
Und so weich dein Mund auch flötet,
Ists doch Herrschaft, was dich lüstet.

Unter armen Bettlern war es,
Daß solch Lichtbild ward geboren?
Wie zu solchem Glück erkoren
Ward der stille Manzanares?

Ja, in hellen Ruhms Geleite
Wird er jetzt, wie Tajo, fließen,
Um Preziosa mehr gepriesen
Als des Ganges Meeresbreite.

Wohl willst Glück voraus du sehen,
Doch du kannst nur Unglück bringen,
Da nach zwei verschiednen Dingen
Blick bei dir und Wille gehen.

Denn in der Gefahr, der großen,
Daß wir unverweilt dir huldgen,
Will dein Wille dich entschuldgen,
Doch dein Blick will uns durchstoßen.

Sagt man, daß im Zauber mächtig
Sämtliche Zigeuner seien,
So sind deine Zaubereien
Wahrer und mehr unheilsträchtig.

Daß du alle hast am Fädchen,
Die dir jemals nah gewesen,
Dieses Zaubers böses Wesen
Liegt in deinem Aug, o Mädchen.

Und du wirst es weiter bringen,
Denn du blickst uns an im Tanze,
Tötest mit des Auges Glanze
Und bezauberst uns im Singen.

Tausend Zauberein zusammen
Übst im Sprechen du und Schweigen;
Magst verstecken dich, dich zeigen,
Immer schürst du unsre Flammen.