Die Gründe für das Überleben der Institution des Militärs in ihrer schriftkulturellen Struktur und der Mangel an Verständnis dafür, was Schriftlichkeit und Schriftkultur im pragmatischen Rahmen der heutigen Globalität überflüssig machten, sind nicht identisch. Ersteres erklärt sich aus der immensen Trägheit eines riesigen Apparates; letzteres daraus, daß wir uns als Produkte einer auf Schriftkultur gründenden Erziehung und Bildung nicht so ohne weiteres von uns selbst distanzieren können. Einen derart fundamentalen Umbruch zu verstehen und zu akzeptieren, ist nicht leicht. Universitäten, Bastionen der Schriftkultur, die die illiterate Rüstungstechnologie entwickeln, befinden sich in dem Dilemma, entweder ihre Identität zu verleugnen oder Agenzien einer Zivilisation jenseits der Schriftkultur zu werden. Sie halten unverbrüchlich am Ideal der Schriftkultur und damit auch an dem der Verteidigung und Abschrekkung fest, die ja ihrerseits den schriftkulturellen Wert der Nationalgrenze widerspiegelt; denn wir haben noch nicht gelernt, mit einer Dynamik des Umbruchs umzugehen, die sich nicht aus militärischen, sondern aus sozioökonomischen Bedürfnissen ergibt. Die politische Landkarte hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Die Gründe hierfür sind in jenen Faktoren zu sehen, die den pragmatischen Kontext unserer Lebenspraxis im Rahmen der heute erreichten Skala verändert haben. Globalität ist kein Traum, kein politisches Ziel, kein utopisches Projekt mehr. Globalität ist eine aus dieser neuen Skala erwachsende Notwendigkeit.

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