Am Fuße des Felsens, im Gebüsche, standen drei Pferde angebunden; wir banden die unsrigen ebendaselbst an und stiegen auf einem engen Pfade zu dem freien Plätzchen empor, wo Gruschnitzki mit dem Dragonerhauptmann und seinem zweiten Sekundanten uns erwarteten. Sie nannten ihn Iván Ignátjewitsch; seinen Familiennamen habe ich nie gehört.

„Wir erwarten Sie schon längst,“ begann der Dragonerhauptmann mit einem ironischen Lächeln.

Ich zog die Uhr hervor und zeigte sie ihm.

Er entschuldigte sich, daß die seinige vorginge.

Während einiger Minuten herrschte ein drückendes Schweigen. Endlich unterbrach es der Doktor, indem er sich an Gruschnitzki wandte:

„Es scheint mir,“ sagte er, „da ich Sie beide bereit sehe sich zu schlagen und hierdurch den Bedingungen der Ehre Ihre Schuld zu bezahlen, daß Sie die Sache ebenso gut auf gütlichem Wege beseitigen könnten.“

— Ich bin bereit, sagte ich.

Der Kapitain winkte Gruschnitzki zu; dieser, in der Meinung daß ich mich fürchte, nahm eine stolze Miene an, obgleich bis zu diesem Augenblicke eine Todtenblässe seine Wangen überzogen hatte. Seit wir angekommen waren, sah er mich zum erstenmal an; in seinem Blicke lag eine gewisse Unruhe, welche den inneren Kampf verrieth.

„Erklären Sie Ihre Bedingungen,“ sagte er, „und Alles was ich für Sie thun kann, können Sie sicher . . .“

— Meine Bedingungen sind: Sie widerrufen heute öffentlich Ihre Verläumdung und bitten mich sodann um Verzeihung.