Alle schrieen wie mit einer Stimme auf.

— Finita la Commedia! sagte ich zum Doktor.

Er antwortete nicht und wandte sich mit Entsetzen ab.

Ich zuckte die Achseln und machte den Sekundanten Gruschnitzki’s meine Verbeugung.

Beim Hinuntersteigen vom engen Bergpfade bemerkte ich zwischen den herumliegenden Felsenstücken den blutigen Leichnam Gruschnitzki’s; unwillkührlich schloß ich die Augen.

Ich band mein Pferd los und ritt im Schritte heimwärts; mir lag es wie ein Stein auf dem Herzen. Die Sonne schien mir so trübe, ihre Strahlen so kalt . . .

Kurz vor dem Dörfchen lenkte ich rechts ab, dem Hohlweg zu. Der Anblick eines Menschen wäre mir eine Last gewesen: ich wollte allein sein. Ich ließ die Zügel fallen und ritt lange umher, den Kopf auf die Brust gesenkt, bis ich mich endlich in einer wildfremden Gegend sah; sogleich wandte ich mein Pferd um und suchte den verlorenen Weg wieder auf; die Sonne war bereits im Untergehen als ich erschöpft auf einem erschöpften Pferde Kislowodsk erreichte.

Mein Bedienter sagte mir, Werner sei hier gewesen und habe zwei Billete zurückgelassen. Das Eine war von ihm, das Andere von Wära:

Ich erbrach das erstere; es lautete folgendermaßen:

„Alles ist aufs Beste arrangirt; der Körper ist entstellt hierhergebracht worden; die Kugel ist herausgezogen. Alle sind überzeugt, daß ein unglücklicher Zufall die Ursache seines Todes war; nur der Kommandant, dem der Streit wahrscheinlich bekannt war, schüttelte mit dem Kopfe, sagte aber kein Wort. Beweise sind gegen Sie nicht vorhanden, Sie können also ruhig schlafen, wenn Sie können . . . Adieu!“