Und jetzt, hier in dieser langweiligen Festung, frage ich mich oft, wenn meine Gedanken das Vergangene durchlaufen: warum ich jenen Pfad nicht betreten, den das Schicksal mir eröffnet hatte und wo stille Freuden und Seelenruhe meiner warteten . . . Nein, ich hätte ein solches Loos nicht lange ertragen können! Ich bin wie ein Matrose, der auf einer Korsaren-Jacht geboren und auferzogen wurde; seine Seele ringt sich in Stürmen und Kämpfen los, aber am Ufer welkt und schwindet er dahin; ob der schattige Hain ihm winke und der friedliche Sonnenschein ihm entgegenlächle; er geht den ganzen Tag auf den Kieseln am Meeresstrande, und lauschet dem einförmigen Gebrause der rollenden Wogen und schaut hinaus in die nebelige Ferne, ob er nicht in jenem matten Punkte, der von dem grauen Gewölk und der dunkelblauen Meeresfluth absticht, das erwünschte Segel entdecke, das, anfangs dem Flügel des Sturmvogels ähnlich, nach und nach aus dem Schaume des Wogendranges hervortaucht und mit festem Laufe dem einsamen Hafen sich nähert.
Fußnoten
[1)] Ein leichter Bauer- (Post-) wagen, der nicht in Federn hängt.
[2)] Duchan persisch, Dorf, Station.
[3)] Gorzü, Bergvölker, gewöhnliche Benennung aller Kaukasier.
[4)] 7 Werst = 1 deutsche Meile.
[5)] Dem General Grafen Jermóloff.
[6)] Dreigespann.
[7)] Ein kurzer zottiger Filzmantel, vorzüglich bei den im Kaukasus stehenden Kosaken im Gebrauch.
[8)] Die vorgeschriebene Begrüßungsformel für Untergebene, welches Ranges sie auch sein mögen, gegen ihre Vorgesetzten.