[19)] Eine Art Reiterpeitsche.
[20)] Ein kostbares Tscherkessenzeug.
[21)] Ein russisches Fremdwort, vom französischen occasion abgeleitet und, wie dieses, eine Gelegenheit bezeichnend.
[22)] Eine kleine russische Silbermünze, vom Werthe von 7 Sgr.
[23)] Vom schwarzen Meere.
[24)] Die Antworten des Knaben geschehen im klein-russischen Dialekte, der ungefähr unserm Plattdeutsch entspricht. Njä-má: hier ist keiner.
[25)] Ein kurzer Filzmantel, vorzüglich bei den Kosaken in Gebrauch.
[26)] Brat, die gewöhnliche Anrede an Untergebene, indessen auch in seiner eigentlichen Bedeutung gebraucht.
[27)] Kleiner Nachen.
[28)] Das russische Volkslied bietet selten ein geregeltes Versmaaß dar, eben weil es vom Volke, das des Liedes nur des Gesanges wegen bedarf, nach Bedürfniß improvisirt wird und weil dann fehlende Silben durch länger anhaltende Noten oder anderweitige, oft sehr melodische Modulationen der Stimme ergänzt werden. Vorstehendes Liedchen, das wir im originellen Silbenmaaße fast wörtlich wiedergegeben haben, ist eine solche Improvisation. Der Reichthum der russischen Literatur an solchen Liedern ist unermeßlich; jeder einzelne russische Dialekt hat seine unerschöpflichen Fundgruben; die erste, einigermaßen vollständige, aber noch nicht ganz erschienene Sammlung derselben sind die „Sagen des russischen Volkes“ von Sacharoff, 2ter Band 1849. — Das Werk wartet noch auf einen deutschen Bearbeiter.