c. Der Regen. 332. Mairegen befördert das Wachsthum der Kinder, wenn sie mit unbedecktem Kopfe sich demselben aussetzen (allg.), vgl. [453].
d. Das Feuer. 333. Die Feuer zu Walpurgis vertreiben die Hexen, vgl. [129] u. [407]. — * 334. Ein Feuerzeug als Hochzeitsgeschenk bringt Segen (Markneukirchen), vgl. [507]. Vgl. auch [58] das Heiligabendlicht. — e. Asche, vgl. [127].
f. Die Esche (fraxinus) wurde im deutschen Alterthum besonders zu Speerschaften benutzt. — * 335. Ein Wagen mit Deichsel und Gabel von Eschenholz erschwert einen vorausfahrenden Wagen um 5 Centner (Marienberg); vgl. [124], [126] u. [473].
g. Die Tanne (pinus silvestris). Beim Wintersonnenwendefest verwendete man namentlich die immergrünen Zweige der Tanne, daher noch unsere Christbäume. Vgl. auch [95], [155], [573] u. Rochholz, Weihnachten, Aufsatz in der illustrirten Zeitung, 1860 Nr. 912.
h. Hollunderzweige (vgl. [§ 23 n]) und Weidenruthen schützen am Walpurgis vor Hexen, vgl. [133]. Die Weide (salix) galt den alten Deutschen ebenfalls als ein geweihter Baum (vgl. Montanus, 2. Bdchen, S. 152). Haselstrauch, vgl. [§ 23 o].
i. Kräuter, vgl. [106] u. [154]. — k. * 336. Gutheinrichwurzel oder Gundermann heilt das Behextsein (Sehma), vgl. [361] u. [440]. — l. * 337. Liebstöckelöl (vgl. [155]) macht, wenn es dem Rindvieh an die Hörner gestrichen wird, daß es nicht stößt (Sehma), vgl. [426].
m. Hirse, vgl. [§ 23 q]. — n. Kornblüthe. 338. Wenn man das Korn zum erstenmal im Jahre blühen sieht, soll man die Blüthe von drei Aehren und zwar im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes essen, so sticht Einem keine Otter und man nimmt überhaupt keinen Schaden (allg.), [398], [436] u. [445].
o. Frischer Rasen, vgl. [137]. — p. Nußkern, Safran, Weihrauch, Salz, Kreide u. s. w. sind dem Vieh heilsam und befördern den Milchertrag, namentlich an Weihnachten und wenn die Thiere Junge bekommen haben, vgl. [16], [76] u. [96].
q. Das Salz ist ein Schutzmittel gegen Behexen und ein Heilmittel bei sympathetischen Kuren — * 339. Wenn die Leute Milch bei den Bauern holen, thuen letztere etwas Salz in den Milchkrug, damit die Milch nicht behext werde (Annaberg), vgl. [408].
r. Der Rabe, vgl. [§ 22 f.] u. [116]. — s. Die Kröte, von den Hexen zu Gifttränken verwendet, galt wohl auch als Maske des Teufels, vgl. [115], [351] u. [354]. — t. Eier, vgl. [110], [141], [143] u. [487].