Ich bin gestern bei Ihnen gewesen mit der Absicht, Sie um etwas zu ersuchen. Ich glaube, dass Sie in guten Verhältnissen verkehren ...

Das ist wahr, wir sind unser dreizehn auf dem Kontor.

... und ich möchte Ihren Kredit in Anspruch nehmen, um eine Sache zustande zu bringen, die für mich von grosser Bedeutung ist.

Sollte man nicht denken, dass es sich um eine Ordre auf die Frühjahrsversteigerung handelt?

Durch vielerlei verwickelte Umstände bin ich im Augenblick einigermassen um Geld verlegen.

Einigermassen? Er hatte kein Hemd an. Das nennt er ‚einigermassen‘!

Ich kann meiner lieben Frau nicht alles geben, was nötig ist, um das Leben angenehm zu machen, und auch die Erziehung meiner Kinder ist, aus finanziellen Gründen, nicht so, wie ich es wohl möchte.

Das Leben angenehm zu machen? Erziehung der Kinder? Meint ihr, dass er seiner Frau eine Loge in der Oper mieten und seine Kinder auf ein Institut in Genf geben wollte? Es war Herbst und recht kalt ... nun, er wohnte unterm Dach, in ungeheiztem Raum. Als ich den Brief empfing, wusste ich dies nicht, aber später bin ich bei ihm gewesen, und jetzt noch kann ich mich nicht genug wundern über den albernen Ton in seinem Schreiben. Zum Donnerwetter, wer arm ist, kann sagen, dass er arm ist! Arme muss es geben, das ist nötig in der Gesellschaft, und es ist Gottes Wille. Wenn er nur kein Almosen verlangt und niemandem lästig fällt, hab’ ich durchaus nichts dagegen, dass er arm ist, aber diese Ziererei bei der Sache finde ich nicht angebracht. Hört weiter:

Da auf mir die Verpflichtung ruht, für die Bedürfnisse der Meinen zu sorgen, habe ich beschlossen, ein Talent auszunutzen, das, wie ich glaube, mir gegeben ist. Ich bin Dichter ...

Puh! Ihr wisst, Leser, wie ich und alle verständigen Menschen darüber denken.