Max Havelaar.«
Havelaar wartete diesen Abend. Er wartete die ganze Nacht.
Er hatte gehofft, dass vielleicht Zorn über den Ton seines Briefes bewirken werde, was er durch Sanftmut und Geduld vergebens zu erreichen trachtete. Seine Hoffnung war eitel! Der Generalgouverneur ging fort, ohne Havelaar gehört zu haben. Es hatte sich wieder eine Excellenz zur Ruhe begeben ins Mutterland!
Havelaar irrte arm und verlassen in die Runde. Er suchte ...
Genug, mein guter Stern! Ich, Multatuli, nehme die Feder auf. Du bist nicht gerufen, Havelaars Lebensgeschichte zu schreiben. Ich habe dich ins Leben gerufen ... ich liess dich kommen von Hamburg ... ich lehrte dich leidlich gut Holländisch schreiben in sehr kurzer Zeit ... ich liess dich Luise Rosemeyer küssen, die in Zucker macht ... es ist genug, Stern, du kannst gehen.
Der Shawlmann und seine Frau ...
Halt erst, elendes Produkt stinkender Geldgier und gotteslästerlicher Frömmelei! Ich habe dich geschaffen ... du bist angewachsen zum Ungeheuer unter meiner Feder ... mich erfasst Ekel vor meinem eigenen Machwerk: ersticke in Kaffee und verschwinde!