Ist es Euch nicht bitter, von hier zu reisen nach der Südküste und die Berge zu sehen, die kein Wasser tragen auf ihren Seiten, oder die Flächen, wo nimmer ein Büffel den Pflug zog?

Ja, ja, ich sage Euch, dass Eure und meine Seele darüber betrübt ist! Und darum just sind wir Allah dankbar, dass Er uns Macht gegeben hat, hier zu arbeiten.

Denn wir haben in diesem Lande Äcker für viele, obschon der Bewohner wenige sind. Und es ist nicht der Regen, der mangelt, denn die Gipfel der Berge saugen die Wolken des Himmels zur Erde nieder. Und nicht überall sind Felsen, die der Wurzel Platz verwehren, denn an vielen Stellen ist der Grund weich und fruchtbar und schreit nach dem Samenkorn, das er uns wiedergeben will in gebogenem Halm. Und es ist kein Krieg im Lande, der den Padie zertritt, wenn er noch grün ist, noch Krankheit, der Euren lockernden Patjol nutzlos macht. Noch sind da Sonnenstrahlen, die heisser wären als nötig ist, das Getreide reifen zu lassen, das Euch und Eure Kinder nähren soll, noch Banjirs, deren wilde Wogen alles überfluten und niederreissen und Euch jammern lassen: »Zeig’ mir den Platz, wo ich gesäet habe!«

Wo Allah Wasserströme sendet, die die Äcker wegnehmen ... wo Er den Boden hart macht wie trockenen Stein ... wo Er Seine Sonne glühen lässet, dass alles versenget werde ... wo Er Krieg sendet, der die Felder niederlegt ... wo Er schlägt mit Krankheiten, die die Hände erschlaffen lassen, oder mit Trockenheit, die die Ähren tötet ... da, Häupter von Lebak, beugen wir demütig das Haupt und sagen: »Er will es so!«

Doch nicht also in Bantan-Kidul!

Ich bin hierher gesandt, Euer Freund zu sein, Euer älterer Bruder. Würdet Ihr Euren jüngeren Bruder nicht warnen, wenn Ihr einen Tiger sähet auf seinem Wege?

Häupter von Lebak, wir haben wohl öfter Fehlgriffe gethan, und unser Land ist arm, weil wir so viele Fehler begingen.

Denn in Tjikandi und Bolang und im Krawangschen und in der Umgegend von Batavia sind viele, die geboren sind in unserem Lande und die unser Land verlassen haben.

Warum suchen sie Arbeit fern von dem Platz, wo sie ihre Eltern begruben? Warum fliehen sie die Dessah, wo sie die Beschneidung empfingen? Warum wählen sie die Kühle des Baumes, der dort wächst, vor dem Schatten unserer Haine?

Und dort im Nordwesten jenseit der See sind viele, die unsere Kinder sein müssten, doch die Lebak verlassen haben, um herumzuirren in fremden Landstrichen mit Kris und Klewang und Schiessgewehr. Und sie kommen elendig um, denn es ist Macht von der Regierung da, die die Aufständischen erschlägt.